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Unternehmen

Zuckerberg zur Facebook-Datenaffäre: "Wir haben auch Fehler gemacht"

Facebook-Boss Mark Zuckerberg hat sich in der Affäre um den Datenmissbrauch von Cambridge Analytica zu Wort gemeldet. Zuck räumte Fehler ein, vermied aber eine echte Entschuldigung.

28.03.2018 Quelle: t3n Jörn Brien
Quelle: Shutterstock
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So ruhig war es in den vergangenen Tagen um Mark Zuckerberg geworden, dass bei Twitter schon ein eigener Hashtag (#Whereszuck) eingerichtet wurde, mit dem Nutzer über den Verbleib des Facebook-Chefs rätselten. Ganze vier Tage nach der Veröffentlichung eines brisanten Berichts über die missbräuchliche Nutzung von 50 Millionen Facebook-Nutzerdaten hat sich Zuckerberg jetzt in einem Posting bei Facebook zu Wort gemeldet.

Facebook habe eine Verantwortung dafür, die Daten seiner Nutzer zu schützen. Einen großangelegten Datenmissbrauch, wie ihn Cambridge Analytica durchgeführt habe, könne es aber heute nicht mehr geben, versicherte Zuckerberg. Entsprechende Schritte seien schon vor Jahren unternommen worden. "Aber wir haben auch Fehler gemacht", räumte der Facebook-Chef ein. Eine direkte Entschuldigung vermied Zuckerberg. Er kündigte aber eine Reihe von Schritten an , wie Facebook künftig die Daten seiner Nutzer noch besser vor Missbrauch durch Dritte schützen wolle.

Quelle: Shutterstock
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Zum einen sollen alle Apps, die vor 2014 Zugang zu größeren Datenmengen gehabt haben, noch einmal unter die Lupe genommen werden. Seit 2014 will Facebook einen solchen Zugang zu Daten schwieriger gemacht haben. Entwickler, die solchen Untersuchungen nicht zustimmen oder Daten missbraucht haben sollen, will Facebook von der Plattform ausschließen. Außerdem soll der Zugang der App-Entwickler zu Daten von Facebook-Nutzern weiter verschärft werden. Und Nutzer sollen künftig leichter sehen können, welchen Apps sie eine entsprechende Erlaubnis zur Nutzung ihrer Daten erteilt haben.

Facebook-Boss Zuckerberg: "Ich bin verantwortlich"

"Ich habe Facebook gegründet, und am Ende bin ich dafür verantwortlich, was auf der Plattform passiert", gab sich Zuckerberg in dem Posting zerknirscht. Noch einmal wies der Facebook-Boss dann darauf hin, dass etwas Ähnliches wie die Affäre rund um Cambridge Analytica heute nicht mehr passieren könne. Er werde dafür sorgen, dass Facebook noch sicherer werde, so Facebook. Aber das könne länger dauern.

Ob Zuckerberg mit diesem Posting die neu aufgeflammte Debatte um Facebooks Rolle als Datensammler im Keim ersticken kann, ist fraglich. Schließlich dürfte der Social-Network-Gründer in den kommenden Wochen in den USA und Großbritannien persönlich vor einigen Ausschüssen Auskunft darüber erteilen müssen. Einmal mehr haben viele Nutzer angekündigt, die Plattform ein für alle Mal verlassen zu wollen. Und Facebook droht eine Reihe von Klagen.

Erste Auswirkungen der Aufregung rund um die Datenaffäre haben sich vor allem an der Börse gezeigt. Die Facebook-Aktie hat seit Freitagnachmittag um rund zehn Prozent nachgegeben, was einem Rückgang des Börsenwerts um gut 50 Milliarden US-Dollar entspricht. Zuckerbergs Vermögen ist laut dem Milliardärsranking von Forbes in den vergangenen Tagen um fast vier Milliarden Dollar geschrumpft . Zuckerberg rutschte jetzt sogar vom vierten auf den fünften Platz.