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Job & Career

Zu wenig Frauen entscheiden sich fürs IT-Studium

9000 junge Frauen nahmen 2016 in Deutschland ein Informatikstudium auf, ,5,2 % mehr als im Jahr zuvor. 2017 kehrte sich der positive Trend jedoch schon wieder um. Mögliche Ursachen liegen unter anderem in den ungleichen Lohnverhältnisse.

09.05.2018 Isabelle Reiff/Eva Breutel
Quelle: Bitkom
Quelle: Bitkom

Nach einer Analyse des Branchenverbands Bitkom sind Frauen unter den Informatik-Studienanfängern in Deutschland deutlich unterrepräsentiert: Ihr Anteil lag 2016 bei 23 %. Die deutsche Gesellschaft für Informatik stellt für das Wintersemester 2017/18 sogar einen erneuten Abwärtstrend fest. Microsoft untersuchte das Phänomen im letzten Jahr und kam zu dem Schluss , dass das Interesse von Mädchen an MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) in deutschen Schulen und Elternhäusern weniger gefördert wird als in vielen anderen europäischen Ländern.

Zudem ist das in der IT-Branche sowieso schon besonders große Pay Gap in Deutschland am höchsten: "Das geschlechtsspezifische Lohngefälle in der IT-Branche beträgt in Deutschland 25 %", berichtet Emma Tracey , Mitgründerin der Job-Plattform Honeypot. "Dies stellt den schlechtesten Wert in Westeuropa dar und ist doppelt so hoch wie in Belgien und Frankreich, wo die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen 11,8 % beträgt."

Und das, obwohl die Nachfrage stetig wächst. "55.000 IT-Jobs können nicht besetzt werden, weil die Spezialisten fehlen. Viele Unternehmen suchen speziell weibliche Mitarbeiter, da sie die Vorteile von gemischten Teams erkennen", sagt Bitkom-Bildungsexpertin Natalie Barkei. Weltweit einmalig: Island stellt es seit Jahresbeginn unter Strafe, Männer und Frauen für die gleiche Arbeit unterschiedlich zu bezahlen –Nachahmer erwünscht.