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Communication & Networks

Straßenlaternen verhelfen zum schnelleren Internet

Die Telekom testet an ihrem Standort Bonn Wireless To The Home (WTTH). um die Kunden per Funk mit Gigabit-Geschwindigkeit zu versorgen.

09.05.2018 Roland Freist
Quelle: Telekom/Youtube
Quelle: Telekom/Youtube

In einem YouTube-Video erklärt Telekom-Netzökonom Gordon Witzel das Konzept: Am Kopf der Straßenlaternen werden Access Points installiert, die über ein Glasfaserkabel im Inneren des Masts mit dem Datennetz verbunden sind. Der Access Point sendet im 60-GHz-Bereich auf vier Kanälen mit jeweils 2 GHz Bandbreite. Auf diese Weise lässt sich eine Datenübertragungsrate von 1 Gbit erreichen, die allerdings auf Upload und Download aufgeteilt wird.

Der Kunde benötigt eine spezielle Rundum-Antenne, die er außen vor seinem Fenster anbringt. Zum Access Point muss Sichtverbindung bestehen, die Entfernung darf nicht mehr als 100 m betragen. Die Kundenantenne wird über ein Ethernet-Flachbandkabel beispielsweise durch die Gummiabdichtung des Fensters hindurch mit einem herkömmlichen Router der Telekom verbunden. Die Access Points können im Bridge-Betrieb auch untereinander Kontakt aufnehmen und das Signal weiterleiten.

Allerdings gibt es noch einige Hindernisse. So kann ein Access Point aktuell maximal 16, später 30 Kunden versorgen. Außerdem ist die Verbindung vom Wetter abhängig, starker Regen etwa beeinträchtigt die Übertragungsrate. Ein weiteres Problem: Straßenlaternen werden üblicherweise in Reihe geschaltet und nur bei Dunkelheit mit Strom versorgt. Die Telekom müsste also entweder den Stromanschluss ändern oder eine Batterie installieren, die tagsüber als Puffer dient. Und schließlich besteht beim 60-GHz-Band derzeit nur eine Freigabe für den Inhouse-Betrieb, für den Außenbetrieb soll sie erst im Lauf des Jahres kommen.