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Startups

Startups aus Europa sammeln 19,2 Milliarden Euro ein

Im Länder-Ranking der Startup-Investitionen des Jahres 2017 liegt Deutschland auf dem zweiten Platz hinter Großbritannien. Die gleiche Reihenfolge ergibt sich bei den Städten: Berlin kommt hinter London auf Rang zwei.

04.04.2018 David Schahinian
Quelle: Ernst & Young
Quelle: Ernst & Young

Die Ergebnisse stammen aus dem aktuellen Startup-Barometer des Beratungsunternehmens EY. Demnach wird den Jungunternehmen immer mehr zugetraut: Der Gesamtwert der Startup-Finanzierungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 84 %. Überraschend ist, dass trotz des Brexits besonders stark in britische Startups investiert wurde. In Deutschland war ein Anstieg der Mittel von 2,3 auf 4,3 Milliarden Euro zu verbuchen. Neben Berlin konnte sich nur noch München unter den zehn europäischen Städten mit den höchsten Investitionen platzieren.

Darüberhinaus vermerkt die Studie einen großen Unterschied zwischen der britischen und der deutschen Startup-Szene. Während in der Bundesrepublik vor allem in E-Commerce-Geschäftsmodelle investiert wird, erhielten auf der Insel auch FinTech- und Technologie-Unternehmen hohe Anschubfinanzierungen. Der größte Deal ging allerdings in der Schweiz über die Bühne: Roviant Sciences, ein Basler Biotech-Unternehmen, erhielt fast eine Milliarde Euro.

Es scheinen goldene Zeiten für Jungunternehmen zu sein. "Wer eine gute Geschäftsidee hat, kriegt auch Geld", konstatierte die Beratung PwC bereits im Juli 2017. Von allein fließt das Geld jedoch nach wie vor nicht. Rund die Hälfte der von PwC befragten 450 deutschen Startups räumte ein, dass die Überzeugungsarbeit schwierig gewesen sei – meist, weil das Geschäftsmodell nicht richtig vermittelt werden konnte, oder weil die Unternehmensplanung zu kurzfristig war.