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Mobile Solutions

"smarter"-App soll im Katastrophenfall helfen

In einem Verbundforschungsprojekt haben Wissenschaftler eine App entwickelt, die Ad-hoc-Verbindungen ohne Internet und Mobilfunk herstellt. Sie soll Hilferufe auch dann weiterleiten, wenn das Stromnetz ausfällt.

22.02.2018 Roland Freist
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Entwickelt wurde die Smartphone-App namens "smarter" vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der TU Darmstadt und der Universität Kassel. Die Projektpartner gingen dabei von einem Szenario aus, bei dem beispielsweise nach einer Brandkatastrophe großflächig der Strom ausfällt und daher keine Mobilfunk- und Internet-Verbindungen mehr verfügbar sind.

Die App verbindet dann das Telefon über seinen WLAN-Chip direkt mit einem anderen Smartphone, auf dem das Programm ebenfalls installiert ist. Dieses Gerät wiederum stellt Verbindungen zu weiteren Handys in der Umgebung her. Im Ergebnis entsteht dabei ein Ad-hoc-Netz, über das Statusmeldungen und digitale Hilferufe weitergeleitet werden können.

Bei einem Test auf einem Militärübungsplatz bei Paderborn konnten im vergangenen Herbst Entfernungen von 200 bis 250 Metern zwischen den Telefonen überbrückt werden. Die verwendeten Geräte mussten allerdings zuvor modifiziert werden, da sie nicht von Haus aus eine direkte Kommunikation unterstützen. Eine Anpassung der Smartphones wäre Sache der Hersteller, sagen die beteiligten Wissenschaftler. Die smarter-App wurde für Android entwickelt, im Play Store ist sie momentan nicht verfügbar.