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Data Analytics & BI

Smarte Jacken helfen ihren Trägern

Kleidung wird zum smarten Wearable im Dienst des Menschen und gleichzeitig zur Datenquelle. Ein US-Label will dabei fürs perfekte Körperklima sorgen, ein Projekt in Darmstadt möchte Senioren mobiler machen.

29.03.2018 Isabelle Reiff
Quelle: User Interface Design GmbH
Quelle: User Interface Design GmbH

Erst frieren, dann schwitzen – dicke Winterjacken werden in der U-Bahn oder beim Shoppen zur Belastung. Dem will das Bostoner Modelabel "Ministry of Supply" mit einer Jacke abhelfen , die ihre Wärmeleistung anpasst. Die Steuerung der drei eingearbeiteten Kohlefaser-Heizelemente übernimmt ein intelligentes Thermostat, das die Vorlieben des Jackenträgers erlernt. Datenbasis sind zum einen dessen Sprachbefehle und Einstellungen per App, zum anderen misst das Thermostat auch Außen- und Körpertemperatur und kann dank Beschleunigungsmessern voraussehen, wenn die Körpertemperatur ansteigt. Ministry of Supply, 2011 von vier MIT-Stundenten gegründet, erhofft sich von den anfallenden Daten auch mehr Wissen über seine Kunden, deren Aktivitätsmuster und Tragegewohnheiten.

Jacken, die zu mehr Aktivität verhelfen sollen, kommen vom Projekt inDAgo . Die User Interface Design GmbH aus Berlin hat zusammen mit Partnern wie der Deutschen Bahn, der TU-Darmstadt und dem Fraunhofer-Institut für graphische Datenverarbeitung ein Mobilitätssystem mit verschiedenen Wearables entwickelt, das Senioren unterstützt. Die Jacke namens "Spirit Guide" gleicht Orientierungsprobleme aus, indem sie Richtungssignale an den Schultern gibt. Außerdem lernt sie, welche körperlichen Einschränkungen ihr Träger hat, und richtet Streckenführung, Zeitplanung und Wahl öffentlicher Verkehrsmittel daran aus. Zur Jacke gehören ein faltbares Display und eine Smartwatch.