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Security

Smart Home lockt unliebsame Gäste an

Smart-Home-Installationen sind ein leichtes Angriffsziel für Hacker. Eine als Lockvogel eingerichtete „intelligente Wohnung“ bekam Besuche aus allen Teilen der Welt.

14.12.2017
Quelle: Koramis GmbH / Sophos
Quelle: Koramis GmbH / Sophos

Der britische IT-Security-Hersteller Sophos hat einen Feldversuch zur Verwundbarkeit von Smart-Home-Infrastrukturen durchgeführt. Als Lockvogel diente eine 10 m2 große Fläche, auf der IoT-Geräte und -Steuerungssysteme verschiedener Hersteller installiert, untereinander vernetzt und mit dem Internet verbunden wurden – ebenso, wie übliche Smart Homes aufgebaut sind.

Das Ergebnis war besorgniserregend: Die täglichen Zugriffsversuche aus aller Welt lagen bald bei 1.500 am Tag und steigerten sich auf 3.800, als die Passwörter auf die Standardeinstellungen der Hersteller zurückgesetzt wurden. Die Hacker nahmen jedoch keine Änderungen vor – obwohl sie die Möglichkeit hatten, beispielsweise das Licht ausschalten, die Jalousien zuziehen oder den Drucker zu benutzen.

Regelmäßige Recherchen mit den IoT-Suchmaschinen SHODAN und Censys belegen einen ständigen Anstieg solcher offenen Gateways. „Nutzer müssen sich bewusst machen, dass viele IoT-Geräte kleine, netzfähige Computer sind, die sich von außen ansteuern lassen“, warnt IT-Security Experte Michael Veit von Sophos Deutschland. Der Hersteller hat die Ergebnisse seiner IoT-Security-Langzeitstudie in einem Whitepaper zusammengefasst.