Cookies

Die Deutsche Messe verwendet Cookies, um die Website bestmöglich an die Bedürfnisse unserer Besucher anpassen zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Infos zum Datenschutz

OK
New Tech & Disruptive Technologies

Sierra Leone wählt mit der Blockchain

Das westafrikanische Land hat die Ergebnisse seiner Präsidentschaftswahlen per Blockchain abgesichert. Mehrere andere Staaten arbeiten an ähnlichen Systemen, um Wahlen einfacher und sicherer zu machen.

17.04.2018 Roland Freist
Quelle: Agora Technologies
Quelle: Agora Technologies

Bei den Präsidentschaftswahlen am 7. März 2018 wurden im westlichen, stärker bevölkerten Teil von Sierra Leone die abgegebenen Stimmen in einer Blockchain registriert . Auf diese Weise konnten zum einen Fehler bei der Auszählung verringert werden, zum anderen standen die Ergebnisse auch weitaus schneller zur Verfügung als bei früheren Wahlen. Installiert hatte die Technik die Schweizer Stiftung Agora , die ein digitales Wahlsystem entwickelt hat. Die Stiftung ist der Meinung, dass die heutzutage üblichen Wahlsysteme zu langsam, zu teuer und zudem anfällig für Manipulationen sind.

Aktuell planen eine ganze Reihe weiterer Länder die Sicherung von Wahlergebnissen mithilfe von Blockchain-Technik. Der US-Staat West Virginia etwa will bei den Wahlen am 8. Mai 2018 eine Blockchain einsetzen , um Militär-Angehörigen im Ausland eine einfache und sichere Stimmabgabe zu ermöglichen. Die Technik stammt in diesem Fall von der Bostoner Firma Voatz . Daneben arbeiten auch Brasilien, Estland, Dänemark, Südkorea und die Schweiz an E-Voting-Systemen, die per Blockchain gesichert werden sollen.