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Artificial Intelligence

Selbstlernende KI knackt den Zauberwürfel

Ein Computer an der University of California hat eigene Lösungswege für den Rubik’s Cube gefunden. Die künstliche Intelligenz (KI) bedient sich dabei selbstständiger Lernprozesse.

02.07.2018 Roland Freist
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Quelle: rubiks.com

Computer und Maschinen, welche die farbigen Flächen des Zauberwürfels (Rubik’s Cube) selbstständig und in wenigen Sekunden ordnen, gab es bereits mehrere. Sie alle arbeiteten mit von Menschen erdachten Algorithmen. Neu ist die Entwicklung eines Forschungsteams der University of California in Irvine, bei der eine Software selbstständig nach Lösungswegen sucht. Wie der Forschungsbericht beschreibt, dauerte es 44 Stunden, bis der Computer namens DeepCube das Rätsel des Würfels ohne menschliche Hilfe gelöst hatte.

Die KI ging dabei sehr systematisch vor. Sie führte immer wieder neue Spielzüge aus und beobachtete, ob und wie schnell sie zum Erfolg führten. DeepCube drehte also an dem Würfel, merkte sich diesen Zug und drehte anschließend so lange weiter, bis alle sechs Seiten die gewünschte einheitliche Farbe aufwiesen. Auf diese Weise lernte die Software, die Stärke verschiedener Züge und Strategien einzuschätzen. Ein sehr arbeitsaufwendiges und wenig elegantes Verfahren, aber es funktionierte. Nach 44 Stunden konnte DeepCube die Seiten eines beliebigen Zauberwürfels in durchschnittlich 30 Zügen nach Farben ordnen. Ähnlich viele Züge benötigen auch die von Menschen trainierten Systeme.

Die Wissenschaftler hoffen nun, ihre Erkenntnisse auf anderen Gebieten anwenden zu können, beispielsweise bei der Erforschung der Faltung von Proteinen, die vor allem bei der Krebs- und Alzheimer-Forschung eine große Rolle spielt.