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Workspace 4.0 & Collaboration

Routinejobs fallen der Digitalisierung zum Opfer

Eine neue Studie zur Arbeitswelt 4.0 erwartet keinen Beschäftigungsrückgang durch den digitalen Wandel, wohl aber das Schwinden niedrig entlohnter Routinetätigkeiten.

19.04.2018 Isabelle Reiff
Quelle: ZEW
Quelle: ZEW

4.0-Technologien sind zwar effizient und machen manche Jobs überflüssig, bislang schaffen sie in der Summe aber sogar mehr neue Stellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit" , die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. Die Wissenschaftler widersprechen in ihrem Bericht explizit der viel zitierten Befürchtung des Branchenverbands Bitkom, die Digitalisierung könne 3,4 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland zerstören .

Basis der ZEW-Studie ist eine Befragung in deutschen Betrieben und eine modellbasierte Abschätzung der makroökonomischen Wirkungsmechanismen. Danach werden die geplanten betrieblichen Technologieinvestitionen die Gesamtbeschäftigung in Deutschland bis zum Jahr 2021 um 1,8 % erhöhen. Davon profitieren laut der Untersuchung aber vor allem analytische Tätigkeiten wie in der Softwareentwicklung oder in der Programmierung sowie interaktive Berufe wie Human- und Zahnmediziner. Staat und Wirtschaft müssten daher gerade für Berufsgruppen im Niedriglohnsektor dringend vorsorgen und die hier Beschäftigten gezielt fortbilden, so die Wissenschaftler.