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Industrie 4.0

Rechenzentren sind in Deutschland ein Milliardenmarkt

Der deutsche Markt für Rechenzentren hat 2017 die Schallmauer von einer Milliarde Euro durchbrochen. Dennoch verliert der Standort im internationalen Vergleich. Auch bremsen der hohe Strompreis und langwierige Genehmigungsverfahren das Wachstum.

31.01.2018 Quelle: David Schahinian

Wie aus einer Studie des Borderstep Instituts für Innovation und Nachhaltigkeit im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom hervorgeht, wachsen die Rechenzentren in Deutschland weiterhin im zweistelligen Bereich. Auch die Zahl der Arbeitsplätze stieg seit 2014 um 15.000 auf derzeit 130.000 Vollbeschäftigte. Weitere 85.000 Stellen sind direkt von Rechenzentren abhängig. Treiber der Entwicklung sind vor allem aktuelle Trends wie Cloud Computing, Industrie 4.0 und Big Data. "Auch in den kommenden Jahren stehen die Zeichen auf Wachstum", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Allerdings schrumpfen die Anteile am globalen Markt aufgrund einer deutlich dynamischeren Entwicklung der Kapazitäten in den USA und in Asien. "Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hängt dabei ganz maßgeblich von den Energiekosten ab", so Berg weiter. Auch langwierige Genehmigungsverfahren bremsten die Entwicklung. Gut bis sehr gut schneidet Deutschland bei der Sicherheit der Stromversorgung, der Internetanbindung, dem Datenschutz und der Rechtssicherheit ab.

Das Borderstep Institut hatte bereits im Sommer 2017 eine Studie veröffentlicht, in der es vor allem um den Energiebedarf der Rechenzentren ging. Das Ergebnis: Er wächst trotz deutlicher Effizienzsteigerungen weiter. Hier, so das Institut, seien Innovationen notwendig, etwa die Nutzung von Abwärme.

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