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FinTech

Plattformen bedrohen das Geschäftsmodell der Banken

In den letzten hundert Jahren hat sich im Bankensektor wenig verändert. Nun steht möglicherweise die Revolution vor der Tür: Neben Blockchain & Co. wittern Plattformanbieter ihre Chance. Einige Banken gründen daher nun eigene Zahlungsplattformen.

06.02.2018 Tim Stockschläger
Quelle: Erste Bank und Sparkasse
Quelle: Erste Bank und Sparkasse

Grund für die Veränderung ist die neue EU-Richtlinie Payment Services Directive II (PSD2) , die derzeit umgesetzt wird. Neben besserem Schutz für die Verbraucher verheißt sie mehr Wettbewerb, denn die Banken müssen sich gegenüber Zahlungsdienstleistern öffnen und für diese Plattformen kostenlose Schnittstellen einrichten.

Angesichts dieser Bedrohung gehen manche Banken nun zum Angriff über. So führte die Erste Bank Österreich, das Spitzeninstitut der österreichischen Sparkassen, bereits die hauseigene Zahlungsplattform "George" ein. Kunden können dort alle externen Bankkonten integrieren, die Bedeutung der Fremdbanken verschwindet.

Das Potenzial von Plattformen hat auch die Schweizer Firma Inventex erkannt. Seit diesem Jahr betreibt sie die IT-Infrastruktur von 25 selbständigen Schweizer Regionalbanken, die ihre IT auf der neuen Plattform gebündelt haben. Für kleine, unabhängige Banken wäre es schwer, mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten, doch so profitieren sie trotzdem von einer einheitlichen und modernen Plattform. Einmal entwickelt, sind die Kosten für weitere Nutzer gering. "Je mehr Banken unsere Plattform nutzen, desto attraktiver werden die Kosten", sagt Inventex-Gründer Gregor Stücheli.