Cookies

Die Deutsche Messe verwendet Cookies, um die Website bestmöglich an die Bedürfnisse unserer Besucher anpassen zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Infos zum Datenschutz

OK
Startups

Otto investiert 85 Millionen Euro in hauseigene Startups

Zwei bis drei neue Geschäftsmodelle pro Jahr – das ist das Ziel der Otto Group. Der Handels- und Dienstleistungskonzern stellt dafür 85 Millionen Euro bereit, die in den Aufbau eigener Startups fließen sollen.

23.02.2018 David Schahinian
Quelle: Infront Consulting & Management GmbH
Quelle: Infront Consulting and Management GmbH

Mit dem neuen Konzept will die Otto Group unter anderem eine Klippe umschiffen, an der manch andere große Unternehmen schon verzweifelt sind: die An- und Einbindung externer Neugründungen. Otto will die Vorteile der Konzernstruktur nutzen, um Ideen schneller zu testen und das Wachstum der Gründungen zu beschleunigen. Von denen soll nicht nur die Gruppe selbst profitieren: Als Beispiele für bereits am freien Markt tätige Eigengründungen werden collectAI für das digitale Forderungswesen und BorderGuru für grenzüberschreitenden E-Commerce genannt.

Etablierte Konzerne suchen schon seit geraumer Zeit die Nähe zur Startup-Szene, um von deren Ideen und Innovationskraft zu profitieren – mit wechselndem Erfolg. Infront Consulting und das Magazin "Capital" veröffentlichten 2017 eine Studie darüber, wie Unternehmen Innovation Labs, Acceleratoren und Inkubatoren nutzen. Später im Jahr berichtete "Capital" dann jedoch von einer Corporate-Inkubator-Blase. Autor Martin Kaelble kam dabei zu dem Schluss, dass viele Konzerne "wohl besser beraten" wären, das Bauen von Firmen digitalnativen Profis zu überlassen – und die Startups später zu kaufen, wenn das Risiko überschaubarer geworden sei.