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Communication & Networks

Ortungsnetz soll verschüttete Bergarbeiter finden

Aus einer Kooperation des südafrikanischen Wits Mininig Institute mit der Uni Bremen ist ein Ortungssystem für den Einsatz unter Tage entstanden. Es soll vor allem verschüttete Arbeiter in Minen aufspüren, kann dort aber auch vor Feuer oder Erdbeben warnen.

11.01.2018 Roland Freist
Quelle: University of the Witwatersrand/Youtube
Quelle: University of the Witwatersrand/Youtube

Der Abbau von Bodenschätzen wie Gold, Platin, oder Eisenerz gehört zu den wichtigsten Einnahmequellen Südafrikas. Doch immer wieder kommen bei Grubenunglücken Bergarbeiter ums Leben. Ein neues mobiles Ortungssystem soll nun die Suche nach Verschütteten beschleunigen und vereinfachen. Entwickelt hat es das Wits Mining Institute der Wits University in Johannesburg zusammen mit Idrees Zaman, einem Doktoranden der Communication Networks Working Group der Universität Bremen.

Das System basiert auf batteriebetriebenen Nodes, die in den Schächten der Mine verteilt werden. Sie sind mit einer Basisstation verbunden, welche die Daten an die Zentrale übermittelt. Geortet werden die Bergarbeiter über Sensoren in der Größe einer Streichholzschachtel, die sich etwa am Helm befestigen lassen. Selbst wenn bei einem Unglück mehrere Nodes ausfallen, sind die restlichen Geräte in der Lage, das Netzwerk wiederaufzubauen. Tests ergaben, dass die Funksignale der Sensoren stark genug sind, um auch Geröll und Felswände zu durchdringen.

Das System bietet noch mehr Möglichkeiten: Mit zusätzlichen Sensoren ließe sich beispielsweise der Puls der Bergarbeiter überwachen. Die Nodes wiederum könnten auch vor einer erhöhten Gaskonzentration, Rauch, Feuer oder seismischen Aktivitäten warnen.