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Channel & Distribution

Onlinehändler verzichten auf Rücksendung

Retouren sind lästig und teuer. Einige große Onlinehändler wie Amazon sollen daher bereits auf die Rücksendung unerwünschter Ware verzichten. Betroffen sind meist Produkte mit geringen Wert.

16.01.2018 David Schahinian
Quelle: Strategy&
Quelle: Strategy&

Versandhändler müssten mindestens 3,50 Euro pro Standardbestellung verlangen, um nicht draufzuzahlen. Das zeigt eine Analyse der Beratungsfirma Strategy& . Das Problem: Strategy& zufolge erwarten 91 % der deutschen Onlineshopper eine kostenlose Zustellung. Retouren sind in der Berechnung noch gar nicht inbegriffen; sie könnten die Händler langfristig sogar ins Defizit treiben.

Mehreren Medienberichten zufolge verzichten mittlerweile viele Onlinehändler in Deutschland darauf, sich manche Waren zurückschicken zu lassen. Die Gutschrift erfolgt trotzdem. Die "Rheinische Post" berichtet von einer Kundin, die eine Klemmbrettmappe im Wert von 6,77 Euro an Amazon zurücksenden wollte, sie aber behalten durfte. In welchen Fällen auf die Rücksendung verzichtet wird, wollte Amazon der Redaktion auf Nachfrage aber nicht verraten.

Ähnliches fand die "Westfalenpost" heraus: Meist hätten die nicht zurückverlangten Artikel einen Wert unter 20 Euro. Jeder professionelle Onlinehändler gehe mittlerweile so vor, zitiert das Blatt den Präsidenten des Bundesverbandes Onlinehandel, Oliver Prothmann. Je nach Kalkulation sei es oft günstiger, auf die Ware zu verzichten.