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Job & Career

Nimm mich! Aber digital!

Innerhalb von nur drei Jahren hat sich die Bewerbungswelt völlig verändert. Inzwischen bevorzugen neun von zehn Personalverantwortlichen in Unternehmen ab fünfzig Mitarbeitern digitale Bewerbungsunterlagen. Worauf dabei zu achten ist, erläutert der Branchenverband Bitkom.

17.10.2018
BITKOM_Digitale_Bewerbung
BITKOM Digitale Bewerbung

Die meisten von uns haben es bereits getan: Anschreiben und Lebenslauf ausgedruckt, zusammen mit den kopierten Zeugnissen in eine Bewerbungsmappe gesteckt und ab damit zur Post. Nun aber gilt es, sich von dieser "liebgewonnenen" Prozedur zu verabschieden. Gerade mal drei Prozent der Personalverantwortlichen in Unternehmen ab fünfzig Mitarbeitern erwarten noch die altgediente Bewerbung in Papierform. Rund neun von zehn bevorzugen inzwischen digitale Bewerbungsmaterialen, der Rest hat diesbezüglich keine Präferenz. Ergeben hat das eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom. "In Unternehmen ist die Bewerbung auf Papier nicht mehr nur ein Auslaufmodell, sie ist Geschichte", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. "Von der Digitalisierung profitieren sowohl die Personalabteilungen wie auch die Bewerber. Beide sparen Zeit und Geld und reduzieren obendrein den Ressourcenverbrauch. In Zukunft werden Online-Bewerbungen durch neue digitale Möglichkeiten ergänzt und ersetzt, etwa durch Videobewerbungen."

Die meisten Unternehmen (59 Prozent) bevorzugen dabei eine Übermittlung der Bewerbungsunterlagen per E-Mail. Stark im Kommen ist zudem die Nutzung eines eigens eingerichteten Online-Portals. Auf diesem können die persönlichen Daten und Stationen eines Lebenslaufes eingetragen und Unterlagen wie Zeugnisse oder Arbeitsproben hochgeladen werden. Aus den Erkenntnissen seiner Befragung hat der Bitkom fünf Tipps für eine gelungene digitale Bewerbung extrahiert. Erstens: Beim Versand per E-Mail sollten alle Unterlagen in einer einzigen PDF-Datei zusammengefasst werden. Etwas anders kann es sich bei Online-Bewerbungsportalen verhalten, dort gibt das Tool die Form aber in der Regel vor. Zweitens: Die Datei mit den Bewerbungsunterlagen sollte mit einem aussagekräftigen, nachvollziehbaren Namen versehen und keinesfalls nur "Bewerbung.pdf" genannt werden. Drittens: Bei Versand per E-Mail sollte im Betreff nicht nur "Bewerbung" stehen, sondern zumindest auch die genaue Bezeichnung der ausgeschriebenen Stelle. Viertens: Enthält die Bewerbungs-Datei besonders viele Unterlagen und Scans, kann diese leicht sehr groß werden. Manche Unternehmen geben eine Obergrenze für die Dateigröße vor, aber auch wenn dies nicht der Fall ist, sollte man keine Dateien mit mehr als fünf Megabyte verschicken. Zur Not lassen sich PDF-Dateien mit kostenlosen Tools verkleinern, ohne dass es beim Ansehen auf dem Bildschirm oder beim Ausdrucken zu nennenswerten Qualitätsverlusten kommt. Und schließlich fünftens: Gerade weil Online-Bewerbungen so schnell und komfortabel sind, besteht die Gefahr, dass man voreilig auf "Senden" drückt. Digitale Bewerbungen sollten genauso gründlich zusammengestellt und geprüft werden, wie "klassische" Unterlagen.

Bitkom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (D-10117 Berlin)
Website: www.bitkom.org