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New Tech & Disruptive Technologies

Neuer Business-Jet soll Hubschrauberlandeplätze nutzen

Das britische Startup Samad Aerospace hat auf der Luftfahrtmesse in Singapur ein Flugzeug mit Elektro- und Gasturbinen vorgestellt, das wie ein Hubschrauber starten und landen kann.

26.02.2018 : Roland Freist
Quelle: Samad Aerospace
Quelle: Samad Aerospace

Den Starling, auf deutsch "Star", soll es in zwei Versionen geben: Als e-Starling mit reinem Elektro-Antrieb und als Hybridversion Starling Jet. Entwickelt hat ihn die Firma Samad Aerospace mit Sitz in einem Technologiepark nördlich von London. Beide Varianten sind als Senkrechtstarter mit Blended Wing Body ausgeführt. Flügel und Rumpf gehen also ineinander über, sind jedoch noch deutlich voneinander unterscheidbar.

Der Starling besitzt drei elektrisch betriebene, kippbare Propeller, die beim Hybrid-Jet durch einen dieselbetriebenen Turbofan ergänzt werden. Die Elektroversion soll fünf Personen Platz bieten, eine Geschwindigkeit von 480 km/h erreichen und auf eine Reichweite von 640 km kommen. In den Hybrid-Jet passen acht Passagiere plus Pilot und Copilot; er fliegt mit 740 km/h bis zu 2400 km weit. Beide Varianten sollen laut Samad bei Start- und Landung besonders leise sein und sich daher für Hubschrauberlandeplätze eignen. Das Unternehmen will auch eine Drohne anbieten, die 10 kg Nutzlast aufnehmen und bis zu 480 km weit transportieren kann. Der e-Starling könnte ab 2022 zu einem Preis von rund 7 Millionen Euro angeboten werden, der Jet käme vermutlich zwei Jahre später für rund 9 Millionen Euro.

Derzeit sind die Modelle noch in der Planungsphase. Die britische Regierung hat Samad Aerospace bereits mit umgerechnet rund 57 Millionen Euro gefördert, weitere 100 Millionen sollen nun in einer Finanzierungsrunde bei Investoren eingesammelt werden.