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Blockchain

Nachhaltigkeitsdesaster: Es ist nicht alles Bitcoin, was glänzt!

Auf ihrem steilen Weg zur massentauglichen Zahlungsart stolpern Kryptowährungen – nicht zuletzt über die eigene Umweltbilanz. Wie kann digitales Geld grüner werden?

08.02.2018 Quelle: GRÜNDERSZENE
Quelle: Eyeem
Quelle: Eyeem

Eine Währung, die Personen weltweit hin- und herschieben können – virtuell, anonym und ohne zwischengeschaltete Banken. Eine Währung, deren Kurs sich allein durch Angebot und Nachfrage regelt. Eine Währung, bei der Inflation ausgeschlossen ist, weil es keine Institutionen wie Notenbanken gibt. Was lange einem liberalen Utopia gleichkam, ist seit einigen Jahren Wirklichkeit – und spätestens in den letzten zwölf Monaten zu einem Massenphänomen geworden.

Kaum ein Thema trieb die Tech-Branche so sehr um wie Kryptowährungen und ihre Rekordkurse. Noch im vergangenen Januar lag der Wert von Bitcoin – das prominenteste, auf der Blockchain basierende Währungssystem – bei knapp 1.000 US-Dollar. Im Dezember knackte die virtuelle Münze dann die 20.000 US-Dollar-Marke.

Der digitale Goldrausch und sein Nachspiel

Bitcoin, Blockchain und Co. wurden 2017 zum omnipräsenten Medienspektakel: Erfolgsstories über das unglaubliche Gewinnpotenzial der Cryptocurrencies dominierten die Schlagzeilen. Doch der Fokus verschiebt sich zunehmend – und zwar hin zur Kehrseite der Medaille. Denn neben den Horrorprognosen einiger Finanzakteure, die sich durch die autarke Währung bedroht sehen, gibt es ein weiteres handfestes Problem. Die hochkomplexen Transaktionen von Kryptowährungen benötigen unglaublich viel Energie. Soll heißen: Bei steigenden Kursen gehen auch Energiebedarf und -verbrauch durch die Decke.

Den Berechnungen von Alex de Vries zufolge, einem der führenden Kryptoexperten, verbraucht das gesamte Bitcoin-System 24,52 Terrawattstunden jährlich – was in etwa dem Energieverbrauch von Nigeria und seinen 185 Millionen Einwohnern entspricht.

Günstiger Strom, hoher Preis: die kostenreiche CO2-Bilanz von Bitcoin

Und wo kommt diese Energie her? Zum größten Teil aus Ländern, in denen Strom günstig ist. So liegen 58 % aller Bitcoin-Minen noch in China, dem größten Kohleproduzenten und -verbraucher. Ganze 60 % des gesamtchinesischen Stroms werden aus Kohle generiert, was die CO2-Bilanz der dort geschürften Bitcoins nach oben treibt. Aktuell ist die Zukunft der chinesischen Bitcoin-Minen allerdings ungewiss, da nach einem Verbot von ICOs und virtuellen Währungen als Zahlungsmittel nun auch die Minen im Visier der chinesischen Aufsichtsbehörden landen.

Doch eins steht fest: Der Verbrauch steigt stetig. Allein im Dezember des vergangenen Jahres sei der Stromverbrauch, der zum Mining von Bitcoins verwendet wurde, um ein Drittel gestiegen, so Alex de Vries. Der PwC-Analyst befürchtet das Schlimmste: Wenn wir so weitermachen, wird das den Planeten zerstören.

Diese Kryptowährungen wollen eine Alternative zur Alternative bieten

Soll es das etwa schon gewesen sein mit unabhängigen Währungen? Mitnichten. Denn zum einen werden bestehende Kryptowährungen durch den fortschreitenden technologischen Fortschritt energieeffizienter. Und zum anderen entstehen im Zuge der Debatte rund um die Umweltbilanz der Branche neue Kryptowährungen.

Prominentestes Beispiel aus der Riege der grünen Systeme ist Chia , hinter dem der Bittorrent-Erfinder Bram Cohen steckt. Genau wie Bitcoin basiert auch Chia auf einer Blockchain; statt CPU-gebundenen Funktionen setzt Chia aber auf eine Kombination aus den Techniken Proof of Space und Proof of Time. Das soll so nicht nur sicherer, sondern auch stromsparender sein. Gegen Ende 2018 will das New Kid on the Blockchain dann auch offiziell als Währung den Markt aufmischen.

Innovationsforum für Zukunftstechnologien: scale11 2018

Wie stehen die Erfolgschancen solcher nachhaltigen Alternativen zu den bestehenden Kryptowährungen? Kann es einen Paradigmenwechsel geben? Und wie lassen sich die starken Kursschwankungen der letzten Wochen in Zukunft verhindern?

Um an diese und weitere Diskussionspunkte anzuknüpfen, bietet die scale11 der Branche einen Anlaufpunkt. Der Startup-Bereich der CEBIT hat auch in diesem Jahr eine Bandbreite an interessanten Formaten, die sich intensiv mit der Zukunft und den Perspektiven von Fintech auseinandersetzen.

Die scale11 bietet besonders jungen Startups die Möglichkeit, ihr Business ganz prominent an einem eigenen Messestand voranzutreiben. Neben einem großen Fachpublikum sind wie immer auch Medienvertreter, internationale Investoren und große Unternehmen präsent.