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Startups

Mit Fairbrüdern zum ersten echten All-in-One-Device?

In Nordhessen haben sich zwei Brüder mit der SHIFT GmbH aufgemacht, der asiatischen Vorherrschaft im Smartphone-Sektor zumindest technologisch, vor allem aber in Sachen Fairness und Nachhaltigkeit, den Kampf anzusagen. Mit dem jetzt angekündigten SHIFTmu hat das Startup wahrlich Großes vor.

31.10.2018
SHIFTmu-top-view
SHIFTmu-top-view

Autos kommen aus Deutschland, Wein und Käse aus Frankreich, Möbel aus Schweden - und Smartphones aus China oder Südkorea! Zumindest fühlt es sich so an. Im nordhessischen Wabern arbeitet jetzt jedoch ein Startup mit Hochdruck daran, diese globale Aufgabenverteilung zumindest hinsichtlich der Smartphones etwas aufzumischen. Und damit das gelingt, macht die von zwei Brüdern gegründete SHIFT GmbH bewusst vieles anders als die etablierten Mitbewerber. So will man unter anderem beweisen, dass sich hochwertige und professionelle Technik sehr wohl fair und nachhaltig produzieren lässt. Um mit diesem Ansatz wirtschaftlich nicht von Beginn an mit dem Rücken zur Wand zu stehen, werden bei SHIFT viele Dinge anders gewichtet: Als kleines Familienunternehmen ohne Investoren will man so viel Gutes tun, wie man kann und dabei so wenig Schaden anrichten, wie möglich. Die Verantwortlichen verzichten daher auf persönliche Gewinne und begrenzen das Budget für Werbung und Marketing auf nicht mal ein Promille des zur Verfügung stehenden Etats. Mehr als 70 Prozent fließen dagegen in Entwicklung, Werkzeugherstellung, Produktionskosten, Transport und Zölle.

Trotz der begrenzten Möglichkeiten passiert bei SHIFT so einiges. Gerade erst hat man mit dem aktuellen SHIFT6m bewiesen, dass man in der Lage ist, konkurrenzfähige Technologie zu entwickeln und in den Markt zu bringen, da kündigt sich bereits erneut Großes an: Das auf dem Sommerfest des Startups erstmals vorgestellte SHIFTmu soll das erste echte universelle All-in-One-Device in der Computergeschichte werden - ausgestattet mit performanten und leistungsstarken Modulen, unter anderem einem Qualcomm-Prozessor der neuesten Generation. Wie bereits das SHIFT6m wird das SHIFTmu so aufgebaut sein, dass Anwender dessen wesentliche Bauteile selbst wechseln, anpassen und sogar reparieren können. Im Unterschied zum Vorgänger aber kann das SHIFTmu zu einem voll funktionsfähigen Rechner erweitert werden. Zu diesem Zweck verbindet man das Smartphone ganz einfach mit einem Hub, der in der derzeitig angedachten Konfiguration mit Ausgängen für Monitor und Tastatur, einem eigenen Stromanschluss sowie einer USB Typ-C-Schnittstelle ausgestattet sein wird. Dem Nachhaltigkeitsansatz treu bleibend, wird auch dieser Hub modular aufgebaut sein, um ihn veränderten Umständen anpassen und so möglichst lange und flexibel einsetzen zu können. Da die meisten das SHIFTmu jedoch zuerst einmal als reines Smartphone einsetzen werden, wird es voraussichtlich mit einer aktuellen Android-Version ausgeliefert werden. Dennoch legen die Entwickler Wert darauf, eine hoch performante Basis für ein rundum stabil agierendes Windows-System bereitzustellen. Ein offener Bootloader soll dafür sorgen, dass Anwender auch später noch problemlos ihr persönliches Wunsch-Betriebssystem installieren können. Wann das System letztlich erhältlich sein wird, ist indes noch ähnlich offen wie der Bootloader. Innovativer Fortschritt, Langlebigkeit, Elektroschrott- und Müllreduzierung, faire Herstellung - all diese Themen, die SHIFT so sehr am Herzen liegen, erfordern einen umfassenden Entwicklungszeitraum. Optimistisch gedacht funktioniert es noch in 2019, realistisch ist aber eher 2020.

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SHIFT GmbH (D-34590 Wabern)
Website: www.shiftphones.com