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Mobile Solutions

Mit Carbon-Popcorn in die Zukunft

Forscher des Samsung Advanced Institute of Technology (SAIT) entwickeln derzeit einen neuen Speicher, der bisherige Lithium-Ionen-Akkus bald in den Schatten stellen könnte. Das Geheimnis hinter der neuen Wunder-Batterie ist Graphen - der Stoff, aus dem viele technische Träume sind.

15.12.2017
Samsung_Graphene-Ball-image
Samsung Graphene-Ball-image

In der jüngeren Vergangenheit mangelt es wahrlich nicht an vermeldeten Durchbrüchen in der Akku-Technologie. Schaut man jedoch genauer hin, handelt es sich dabei meist um kleinere Entwicklungsschritte auf dem langen Weg zu einer ungewissen Serienreife. Eine aktuelle "Durchbruch"-Meldung scheint jedoch tatsächlich mehr zu versprechen: Das Samsung Advanced Institute of Technology (SAIT), die Forschungsabteilung des großen koreanischen Mischkonzerns, hat jetzt verkündet, dass man dank der erfolgreichen Synthetisierung eines "Graphen-Balls" kurz davor stünde, die Laufzeit von Lithium-Ionen-Akkus signifikant zu verlängern - bei gleichzeitiger Beschleunigung des Ladevorgangs. Konkret beziffern die koreanischen Forscher die Steigerung der Nennleistung auf 45 Prozent, während die Ladedauer um den Faktor fünf beschleunigt werden könne.

Demzufolge ließe sich die Ladezeit eines Lithium-Ionen-Akkus von einer Stunde auf gerade einmal zwölf Minuten reduzieren. Und da die neuen Graphen-Ball-Akkus auf Betriebstemperaturen von bis zu 60 Grad Celsius ausgelegt sind, käme dieser enorme Zeitgewinn auch entsprechend ausgerüsteten Elektrofahrzeugen zugute. Welchen Schub die Elektromobilität dadurch erfahren könnte, mag sich jeder selber ausmalen. Zu verdanken sind diese schon sehr konkreten Hoffnungen dem Stoff Graphen, welchem nicht nur in der Akku-Entwicklung ein fast schon legendärer Ruf vorauseilt. Das auf Kohlenstoff basierende Graphen gilt als ausgesprochen leit- und widerstandsfähig. Den im Magazin "Nature" veröffentlichten Ergebnissen zufolge ist es den SAIT-Forschern mithilfe von Siliciumdioxid (Silica) gelungen, dreidimensionales Graphen zu synthetisieren, welches unter dem Mikroskop verblüffend nach Popcorn aussieht. Eingesetzt als Anode und Kathode in Lithium-Ionen-Akkus sorgten diese auch als "Graphen-Bälle" beschriebenen Elemente schließlich für den oben beschriebenen Durchbruch.

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