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Startups

Metro eckt mit einer Kampagne gegen Startups an

Wochenlang wurde in Berlin über den Urheber von Plakaten und Graffitis gerätselt, die vermeintlich schlechte Arbeitsbedingungen in Startups thematisierten. Des Rätsels Lösung: Der Metro-Konzern suchte Programmierer – und machte sich damit nicht unbedingt Freunde.

27.04.2018 David Schahinian
Quelle: Tagesspiegel/Kai Uwe Heinrich
Quelle: Tagesspiegel/Kai Uwe Heinrich

"Acht von zehn Unternehmungen scheitern innerhalb der ersten drei Jahre". Oder: "5 % Anteile an einer Firma, die nichts wert ist, ergibt wie viel?" Solche Sprüche konnten Passanten in Berlin jüngst zuhauf sehen . Der Hashtag "Take the Exit" sollte frustrierte Startup-Mitarbeiter dazu animieren, sich nach neuen beruflichen Herausforderungen umzusehen. Sogar vor der Zalando-Zentrale wurde für den Ausstieg geworben. Wer macht sowas? Ein Künstlerkollektiv? Gesellschaftskritiker? Das Portal gruenderszene.de konnte das Geheimnis schließlich lüften.

Hinter der Kampagne steckte der Metro-Konzern, der mit diesem Guerilla-Marketing Fachkräfte für seine IT suchte. Der Bereich wird vom 1. Mai an unter dem Namen "Metronom" firmieren. Bereits zu Beginn des Jahres hatte das Unternehmen ein Software-Entwicklungszentrum in Berlin eröffnet. Über klassische Anzeigen und Onlineportale seien aber nicht genügend Bewerbungen eingelaufen, sagte Metro-CIO Timo Salzsieder dem "Tagesspiegel". Laut Salzsieder hatte die Kampagne nicht zum Ziel, "auf Startups herumzuprügeln", Der Bundesverband deutscher Startups zeigte sich dennoch "verärgert und enttäuscht" .