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Mastercard setzt auf Biometrie

Mastercard-Besitzer können von April 2019 an Biometrie-Verfahren nutzen, um ihre Identität bei Einkäufen mit der Kreditkarte nachzuweisen. Damit sollen Online-Shopping und -Banking schneller und sicherer werden.

15.02.2018 David Schahinian
Quelle: Mastercard and University of Oxford
Quelle: Mastercard and University of Oxford

Alle Banken, die als Lizenznehmer Mastercards herausgeben, sollten ihren Kunden künftig entsprechende Lösungen anbieten, teilte das Unternehmen mit . Damit kann die Identität beim Einkauf mit der Karte beispielsweise mittels Fingerabdruck oder Gesichtserkennung geprüft werden. Laut Mastercard hat eine gemeinsam mit der Universität Oxford durchgeführte Studie gezeigt, dass 93 % der Befragten Biometrie-Verfahren gegenüber passwortbasierten Systemen bevorzugen. Zudem könnten die Abbruchraten um bis zu 70 % niedriger ausfallen als bei anderen Methoden. Diese seien oft zeitintensiv und kompliziert.

Die Idee ist nicht ganz neu. Bereits 2016 berichtete "Der Spiegel" von Experimenten, Käufer mittels Selfie, Stimmerkennung oder Herzschlag zu identifizieren. Eine Bitkom-Studie kam im gleichen Jahr zu dem Schluss, dass die Mehrheit der Deutschen offen für biometrische Verfahren sei. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie gut die Sicherheitsvorkehrungen solcher Lösungen in der Praxis funktionieren. Sicherer als Passwörter sei die Identitätskontrolle mittels biometrischer Verfahren nicht unbedingt, sagte der Experte Chris Wojzechowski vom Institut für Internet-Sicherheit gegenüber der "Welt". Auch diese könne man überlisten, denn: "Seine Fingerabdrücke hinterlässt man überall." Smartphones seien praktisch übersät damit – und brächten den Schlüssel zum Schloss daher schon mit.