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Artificial Intelligence

Künstliche Intelligenz macht sich durch Videotraining schlauer

Gegenstände auf Fotos werden von Systemen künstlicher Intelligenz (KI) bereits recht zuverlässig erkannt. Ein neues Trainingsprogramm soll nun ihre Fähigkeiten bei Bewegtbildern verbessern.

19.01.2018 Roland Freist
Quelle: Moments/MIT-IBM Watson AI Lab
Quelle: Moments/MIT-IBM Watson AI Lab

Damit Artificial Intelligence (AI)-Maschinen das Geschehen in Videos identifizieren können, brauchen sie Training: Sie müssen erkennen, in welchem Bereich des Videobilds das wesentliche Ereignis läuft und um was es sich handelt. Wissenschaftler des MIT-IBM Watson AI Lab und von IBM Research AI haben nun unter dem Titel "Moments in Time“ ein entsprechendes Trainingsprogramm zusammengestellt. Es besteht aus einer Million jeweils drei Sekunden langen Ausschnitten aus Kinofilmen, Fernsehsendungen und Amateurvideos, mit denen Entwickler ihre KI-Systeme füttern können. Der komplette Datensatz lässt sich auf der Website bestellen.

Eine Demoversion zeigt, wie eine KI die Vorgänge in einigen Videos findet und benennt. Der nächste Schritt könnte nun sein, dass sie sie auch interpretiert und – beispielsweise beim Einsatz in autonomen Fahrzeugen – darauf reagiert.

"Moments in Time“ ist nicht die erste Videosammlung für das Training von KI-Systemen. Bereits im vergangenen Jahr hat Google unter dem Namen "YouTube-8M Dataset“ eine Klassifizierung von Millionen YouTube-Videos nach 4716 Rubriken vorgestellt. Der kostenlos erhältlich Datensatz mit den Videolinks ist als TensorFlow-Datei erhältlich und steht unter einer Creative-Commons-4.0-Lizenz (CC BY 4.0) .