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Research & Innovation

KI soll lernen, was in der Mülltonne ist

Microsoft-Mitgründer Paul Allen will satte 125 Millionen US-Dollar investieren – um Computern gesunden Menschenverstand beizubringen.

26.03.2018 Dirk Bongardt
Quelle: The Allen Institute for Artificial Intelligence
Quelle: The Allen Institute for Artificial Intelligence

Künstliche Intelligenz (KI) kann Texte lesen, Objekte erkennen und Schach spielen – doch die Systeme scheitern an für Menschen trivialen Fragen wie: "Was befindet sich üblicherweise in einer Mülltonne?" Denn KI mangelt es an Urteilsvermögen und gesundem Menschenverstand, im englischen Sprachraum prägnant "common sense" genannt. Computern genau den beizubringen, steht im Mittelpunkt des "Project Alexandria" , das am Allen Institute for Artificial Intelligence (AI2) startet. Der Großteil der von Institutsgründer Paul Allen zugesagten 125 Millionen US-Dollar wird in den nächsten drei Jahren in das Projekt investiert, wie die "Seattle Times" berichtet . "Trotz der aktuellen Erfolge auf dem Gebiet der KI, sind viele an sich einfache Fragen für künstliche Intelligenzen bemerkenswert schwer zu lösen," sagt Institutsleiter Oren Etzioni. So könne derzeit kein System auf die Frage: "Woher weiß ich, dass eine Milchflasche voll ist?" eine plausible Antwort liefern.

Die Forscher wollen im Rahmen des "Project Alexandria" standardisierteVerfahren entwickeln, um den gesunden Menschenverstand einer KI zu messen. Mit Hilfe von Crowdsourcing sollen Menschen den Systemen helfen, diese Fähigkeit zu entwickeln; die Systeme sollen aber auch aus Büchern und Filmen lernen. Ziel ist es, KI-Systeme auf vielen Gebieten deutlich zu verbessern, etwa in der Robotik oder beim maschinellen Lesen.