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Job & Career

KI hilft Talanx bei der Personalauswahl

Beim Versicherer Talanx hört Bewerbern neuerdings kein Mensch, sondern ein Computer zu. Künstliche Intelligenz (KI) soll bei der Auswahl von Führungskräften in Minuten das schaffen, wofür Psychologen Tage brauchen.

25.04.2018 David Schahinian
Quelle: Precire
Quelle: Precire

Wie unter anderem das "Handelsblatt" berichtet, sollen die Persönlichkeitsbeurteilungen durch den Algorithmus zu mehr als 90 % genauso ausfallen wie nach tagelangen psychologischen Tests in teuren Assessment Centern. Zum Einsatz kommt bei Talanx Software vom Aachener Startup Precire , nach eigenen Angaben Innovationsführer für Sprachanalysetechnologie. Der Bewerber telefoniert mit einem Computer und erzählt ihm beispielsweise, was für ihn einen perfekten Tag ausmacht. Das Programm wird jedoch nur für die Vorauswahl eingesetzt. Dem "Handelsblatt" zufolge nutzt es auch die Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport, als freiwilligen Bestandteil eines Entwicklungsprogramms.

Bei der Methode handelt sich eine Spielart des sogenannten Robo Recruitings, bei dem Big Data, Algorithmen und andere technologische Neuerungen die Personalauswahl optimieren sollen. Eine Studie der FH Westküste bestätigt, dass eine autonome Beurteilung zu ähnlichen Ergebnissen gelangen kann wie eine Vorauswahl durch Menschen. Für die Untersuchung beurteilten ein Tool und 242 Personaler die Lebensläufe von Bewerbern. Dabei gab es zwar mitunter auch niedrige Übereinstimmungen zwischen Computer und Mensch, doch die Autoren der Studie deuten dies eher als eingeschränkte Objektivität der menschlichen Beurteiler.