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Research & Innovation

KI-Anwendung sagt den Zeitpunkt des Tod voraus

Russische Forscher haben ein künstliches neuronales System geschaffen, das anhand von Daten, die Smartphones und Wearables liefern, die Lebenserwartung des Nutzers abschätzen soll.

18.04.2018 Isabelle Reiff
Quelle: Gero LLC
Quelle: Gero LLC

Forscher des kleinen russischen Biotechnologie-Unternehmens Gero und des Moskauer Instituts für Physik und Technologie ( MIPT ) haben sich eine mehrjährige nationale Gesundheits- und Ernährungsuntersuchung (NHANES) in den USA zunutze gemacht. Mit den gesammelten Daten, darunter sowohl klinische als auch Aktivitätsmessungen, trainierten sie ein neuronales Netzwerk auf Mustererkennung. Die dabei identifizierten Biomarker legen nun relevante Bewegungsmuster und ihre Beziehung zum Gesundheitszustand und Sterberisiko offen (siehe auch Scientific Reports ). Der auf künstlicher Intelligenz (KI) basierende Algorithmus übertrifft in seiner Genauigkeit alle bisher verfügbaren Modelle zur Berechnung der Lebenserwartung. Außerdem lässt er sich leicht mit den verbreiteten Aktivitätssensoren in Smartphones und Fitnesstrackern koppeln.

Fürs iPhone gibt es bereits die Beta-Version einer kostenlosen App: Gero Lifespan schätzt die Lebensdauer des Nutzers mit Hilfe des integrierten Smartphone-Beschleunigungssensors. Die Forscher sehen viele Vorteile für Versicherer, staatliche Rentenplanung und Anti-Aging-Therapien.