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Digitale Transformation

ITK-Branche wird langsam weiblicher

Von 24 auf 28 Prozent gestiegen ist der Frauen-Anteil in ITK-Unternehmen innerhalb der letzten zwei Jahre. Es geht also allmählich voran, wie eine Studie des Digitalverbands Bitkom zeigt.

12.03.2018 Quelle: funkschau Sabine Narloch

Der Internationale Frauentag am 8. März rückt die weibliche Hälfte der Menschheit in den Fokus. Doch wie sieht es mit der Geschlechterverteilung in der ITK-Branche aktuell aus? Dieser Frage ist eine Bitkom-Studie nachgegangen. Demnach liegt der Frauen-Anteil in der ITK-Branche bei derzeit 28 Prozent. Auch im Top-Management tut sich etwas, allerdings nur langsam: Vor drei Jahren waren hier nur fünf Prozent Frauen, mittlerweile liegt der Anteil der Top-Managerinnen bei sieben Prozent, im mittleren Management ist er aktuell bei acht Prozent angesiedelt. Bei den IT-Fachkräften finden sich nun 17 Prozent Frauen, im Jahr 2015 waren es noch 15 Prozent.

"Die Unternehmen haben erkannt, dass weibliche Fach- und Führungskräfte für einen dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg dringend gebraucht werden", sagt Uta Menges, Vorsitzende des Bitkom-Fachausschusses "Frauen in der ITK". Zu deren Ausbildung sollen spezielle MINT-Frauenstudiengänge in Deutschland beitragen. Die bisherigen Erfahrungen mit Frauenstudiengängen sind positiv – dafür spricht eine überdurchschnittliche Erfolgsquote der Absolventinnen. Die Kooperation mit Unternehmen ermöglicht zudem einen hohen Praxisbezug. Von den fachlichen Anforderungen unterscheiden sich Frauenstudiengänge nicht von anderen Studienangeboten. Allerdings wird Rücksicht auf die spezifischen Bedürfnisse von Studentinnen genommen, die familiäre Verantwortung haben. So sind beispielsweise Pflichtveranstaltungen auf Kita-Öffnungszeiten abgestimmt. Damit schaffen diese Angebote mehr Chancengleichheit und stellen die fachlichen Fähigkeiten ins Zentrum. Frauenstudiengänge bieten derzeit unter anderem die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die Hochschule Bremen, die Hochschule Furtwangen, und die Jade-Hochschule Wilhelmshaven an.

Hinweis zur Methodik: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Im September 2017 wurden dabei 1.530 Geschäftsführer und Personalleiter von Unternehmen ab drei Mitarbeitern aller Branchen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft.