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Digital Health

In den Kliniken übernimmt der Computer

Ohne Smartphone und Tablet geht nichts mehr in deutschen Krankenhäusern. Eine aktuelle Studie zeigt jedoch, dass der konkrete Nutzen wie Zeitersparnis, mehr Effektivität oder Verbesserungen bei der Patientenversorgung bislang eher diffus bleibt.

31.01.2018 Eduard Heilmayr
Quelle: Hans-Böckler-Stiftung
Quelle: Hans-Böckler-Stiftung

Die Verbreitung und Folgen digitaler Technik in Kliniken haben Sozial- und Pflegewissenschaftler vom Institut Arbeit und Technik (IAT) an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung untersucht. Die Studie belegt, dass die Digitalisierung im Arbeitsalltag der Beschäftigten eine deutlich größere Rolle spielt als angenommen. Über 70 % nutzen regelmäßig digitale Technik. Häufigste Einzelaufgaben, die digital erledigt werden, sind die Recherche von Fachinformationen, Materialanforderungen, Diagnosen und die Verwaltung von Patientendaten.

37 % der Befragten geben an, dass aufgabenrelevante Informationen in ihrem Arbeitsbereich ausschließlich digital vermittelt werden. Bei 42 % ist die Zahl der Arbeitssituationen, in denen der Computer den nächsten Schritt im Arbeitsprozess vorgibt, gestiegen. 26 % können sogar den nächsten Arbeitsschritt immer häufiger nicht mehr selbständig planen. Drei Viertel der Befragten sagen, dass das Aufgabenspektrum an ihrem Arbeitsplatz größer geworden sei und häufig mehrere Aufgaben parallel erledigt werden müssten. Dabei führt der Einsatz von Smartphone und Tablet aus Sicht der Beschäftigten nicht selten zu Störungen und Arbeitsunterbrechungen. Die eigentlich beabsichtigten positiven Effekte werden in der Praxis derzeit nur begrenzt eingelöst.

Wie digitale Technik konkret zur Entlastung und Aufwertung der Arbeit beitragen könne, so die Schlussfolgerung der Autoren , sei bislang völlig unklar.