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Mobile Solutions

Immer mehr mobile Bezahldienste drängen auf den Markt

Per Smartphone bezahlen – eine einheitliche Lösung ist da nicht in Sicht, im Gegenteil: Mit der Erneuerung der europäischen Payment Services Directive (PSD) haben Banken ihr Monopol auf Kontodaten verloren, der Weg ist damit frei für noch mehr Drittanbieter.

09.03.2018 Isabelle Reiff
Quelle: ibi research an der Universität Regensburg
Quelle: ibi research an der Universität Regensburg

Der Markt für mobile Bezahldienste ist stark diversifiziert. Dies wird sich durch die erneuerte EU-Zahlungsdienstrichtlinie noch verstärken: Die Direktive PSD2 verpflichtet Banken, Schnittstellen für andere Zahlungsdienstleister einzurichten. Doch hiesige Unternehmen möchten das Feld ungern ausländischen Anbietern überlassen. Banken und Sparkassen bieten daher längst eigene Lösungen, um das Smartphone zur Geldbörse zu machen.

Dasselbe gilt für die Einzelhändler in Deutschland. Während Google gerade den dritten Versuch startet, einen Payment-Dienst zu etablieren, investiert die Metro Group in das Londoner Startup Yoyo, das auf seiner Plattform mobiles Bezahlen mit Kundenbindungs- und Bonusprogrammen koppelt. Supermarktketten wie Netto oder Edeka bieten ihren Kunden schon länger Bezahl-Apps an.

Per Handy zu zahlen soll Kassiervorgänge beschleunigen und Kosten für die Bargeldabwicklung senken. Ein aktueller Leitfaden der Mittelstand 4.0-Agentur Handel zeigt, welche unterschiedlichen Technologien dabei zum Einsatz kommen. Die international tätige Marktforschungsagentur Allied Market Research geht davon aus, dass der Umsatz mit mobilen Zahlungen von 2017 bis 2023 weltweit um 33,8 % wachsen wird, angeführt vom asiatisch-pazifischen Raum. In Deutschland ist mobiles Bezahlen noch nicht richtig in Mode gekommen.