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Humanoid Robots

Im Fürther Supermarkt macht der Droide die Verkostung

Nach "Paul" kommt "Pepper": In einer Edeka-Filiale in Fürth beantwortet ein menschlich gestalteter Serviceroboter Kundenfragen, führt Verkostungen durch und macht Befragungen.

03.05.2018 Isabelle Reiff
Quelle: Edeka/Youtube
Quelle: Edeka/Youtube

Handel und Hersteller setzen zunehmend auf Roboter – nicht nur hinter den Kulissen in Form unermüdlicher Montagearme oder fahrerloser Transportsysteme. Seit Roboter "Paul" im Saturn-Markt in Ingolstadt für Kundenzuwachs sorgte, kommen Duplikate auch in einer Hamburger Saturn-Filiale und in Berlin im Europacenter zum Einsatz. Paul kann sprechen, verfügt über genaue Sortimentsinformationen und kennt auch die Warenstandorte im Markt.

Der in Frankreich hergestellte Roboter "Pepper" kann mehr, nicht zuletzt wegen seiner menschlicher gestalteten Körperform. Die Fürther Edeka-Filiale Stengel lässt ihn daher nicht nur ein Tänzchen vorführen, sondern setzt den Service-Droiden sogar für Verkostungsaktionen ein. Bei einer Zufriedenheitsbefragung zeigte sich, dass die Kunden Pepper gegenüber sogar ehrlicher waren als bei menschlichen Interviewern.

Für den Fall, dass Pepper oder Paul einem Kunden Schaden zufügen, haften die Ladenbetreiber. Das könnte sich ändern, wenn der Antrag des EU-Parlaments, Roboter den Status einer "elektronischen Person" zuzusprechen, angenommen wird. Sachverständige aus Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik warnen davor in einem offenen Brief an die EU-Kommission. Das erinnert sehr an die schwedische Fernsehserie "Real Humans" , in der sich alles um dieses Streitthema dreht.