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Unmanned Systems & Drones

GoPro steigt aus dem Drohnenmarkt aus

Actionkamera-Hersteller GoPro sieht in Drohnen keinen lohnenden Zukunftsmarkt mehr und steigt aus. Als Gründe nennen die Verantwortlichen unter anderem die zunehmend strengeren Flugvorschriften für Drohnen in Europa und den USA.

10.01.2018 Dirk Bongardt
Quelle: GoPro
Quelle: GoPro

Harte Landung für GoPro im Drohnengeschäft: Die kalifornische Firma gibt die Geschäftssparte nach nur gut einem Jahr wieder auf. Das kündigt der Actioncam-Hersteller in einer Vorab-Mitteilung zu den Ergebnissen des vierten Quartals 2017 an.

Die Verantwortlichen sehen die Ertragssituation bei Drohnen kritisch. So habe die hauseigene Kameradrohne Karma in dem hart umkämpften Markt Probleme mit der Profitabilität, obwohl sie in ihrer Preisklasse im vergangenen Jahr immerhin den zweiten Platz behauptet habe. Zudem, so heißt es in der GoPro-Mitteilung weiter, könnten strengere Vorschriften für Drohnen in den USA und in Europa in den kommenden Jahren die Absatzmärkte deutlich verkleinern. In den USA müssen auch private Drohnenpiloten ihre Fluggeräte in ein zentrales Register eintragen lassen; Präsident Donald Trump hatte im Dezember letzten Jahres ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet. Ab 2019 soll auch in Europa der Drohnenflug einheitlichen Regelungen unterliegen, einen Entwurf der EU-Flugsicherheitsbehörde dazu gibt es bereits.

GoPro hatte bereits bei der Markteinführung der Kameradrohne Karma mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Die Geräte mussten kurz nach dem Verkaufsstart im September 2016 wegen Absturzgefahr zurückgerufen werden.