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New Tech & Disruptive Technologies

Google will seinen Militär-Deal nicht verlängern

Google wird seinen Vertrag mit dem US-Militär im nächsten März auslaufen lassen. Beim umstrittenen "Project Maven", bei dem der Konzern bislang mitmischte, geht es um die automatisierte Auswertung von Drohnenaufnahmen.

18.06.2018 Dirk Bongardt

Die Google-Führung gibt dem internen Druck nach und verzichtet auf weitere Aufträge des US-Militärs. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Insider. Im Rahmen des "Project Maven" sollte Google eine auf maschinellem Lernen basierende Technologie entwickeln, mit der sich potenzielle Ziele auf Drohnenaufnahmen leichter identifizieren lassen. Verantwortliche bei Google hatten den Deal mit dem Argument verteidigt, eine solche Technologie könne dazu beitragen, Leben zu retten. Mehr als 4.600 Mitarbeiter hatten jedoch in einer internen Petition gefordert, die Kooperation mit dem Militär zu beenden, mindestens dreizehn sollen deshalb sogar gekündigt haben.

Bei den internen Protesten spielten vor allem die mit Hellfire-Raketen bestückten Kampfdrohnen eine Rolle, die bei ihren Einsätzen immer wieder Zivilisten töten. Das US-Militär nutzt Drohnen aber auch zur reinen Aufklärung, etwa die Perdix-Schwärme: Dabei handelt es sich um kleine, mit Kameras bestückte Spionagedrohnen, die zu Dutzenden zu Erkundungs- und Überwachungsflügen ausschwärmen. Künftig will das Pentagon Drohnen auch einsetzen, um Nachschub aus der Luft ans Ziel zu geleiten.