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New Tech & Disruptive Technologies

Google schafft bei Quantencomputern einen Durchbruch

Google hat einen Quantenprozessor entwickelt, mit dem sich die Machbarkeit leistungsstarker Quantencomputer prinzipiell beweisen lassen soll.

22.03.2018 Dirk Bongardt
Quelle: Google Quantum AI Lab
Quelle: Google Quantum AI Lab

Bristlecone heißt der Quantenprozessor mit 72 Quantenbits (Qubits), den Google Anfang März vorgestellt hat. Wie der Forscher Julian Kelly im Blog des Unternehmens schreibt, hoffen die Entwickler, mit Bristlecone erstmals "quantum supremacy" zu erlangen – also mit einem Quantencomputer herkömmlichen Supercomputern überlegen zu sein. Bis es soweit ist, könnte allerdings noch einige Zeit vergehen: Um die Fehlerrate auf das nötige Maß zu reduzieren, so der Forscher, ist eine perfekte Abstimmung der gesamten technischen Basis nötig, angefangen bei Software und Steuerungselektronik bis hin zum Prozessor selbst.

Quantencomputer setzen eine völlig neue Art von Algorithmen voraus. Können die in der Digitaltechnologie verwendeten Bits nur die Zustände 0 und 1 einnehmen, sind für Qubits theoretisch unendlich viele Zustandsvarianten denkbar. Experten erhoffen sich von Quantencomputern entscheidende Fortschritte auf den Gebieten der künstlichen Intelligenz (KI), zum Beispiel beim maschinellen Lernen oder der Objekterkennung. Neben Google arbeiten auch alle anderen Technologiekonzerne an der Quantentechnologie. IBM stellt für Entwickler bereits einen Quantenprozessor in der Cloud bereit.