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Security

GFI startet Abomodell

GFI startet AbomodellDer Sicherheits- und Kommunikationsspezialist GFI bietet seine Produkte nicht mehr nur zum Kauf an, sondern auch als Abo. Fast das gesamte Portfolio des Herstellers gibt es zum Pauschalpreis von gut 20 Euro pro Jahr. Das soll es Partnern erleichtern, neue Kunden zu gewinnen.

vor 7 Tagen Quelle: CRN Daniel Dubsky
Quelle: Thomas Witting
Quelle: Thomas Witting

"Wir sind quasi ein Netflix mit Software"

Unter dem Namen "GFI Unlimited" hat GFI ein neues Lizenzmodell für seine Netzwerksicherheits- und Kommunikationslösungen eingeführt. Sie lassen sich nun auch abonnieren – und das nicht einzeln, sondern als Komplettpaket. Der Hersteller nennt einen UVP von 21,60 Euro für das Jahresabonnement, das damit günstiger kommt als der Kauf der meisten Produkte. Eigentlich seien nur zwei Lösungen einzeln günstiger als das Abo, erklärt Thomas Witting, Vice President Global Distribution Sales, aber wer wolle, könne natürlich alle Produkte weiterhin separat erwerben.

Mit dem Abomodell will GFI seinen Partnern den Softwareverkauf erleichtern. Sie sollen schnell neue Kunden gewinnen können, weil sie ihnen ein umfangreiches und günstiges Softwarepaket aus einer Hand bieten. Zudem sollen sie weniger Arbeit mit Verkauf und Abrechnung haben und sich stattdessen stärker auf Beratung, Services und Support konzentrieren können. Dass anders als beim Verkauf einzelner Produkte kein Potenzial für Upselling mehr existiert, sieht Witting nicht als Problem, da die meisten Partner bislang ohnehin nur mit einem Produkt bei ihren Kunden vertreten gewesen seien. "Die Kannibalisierung ist also sehr gering, dafür erschließen sich neue Kundenbereiche", so der Manager.

Auch seinen Bestandskunden bietet GFI das neue Abo an. Sie können bereits jetzt alle Produkte des Pakets ausprobieren und nutzen und werden dann bei anstehendem Renewal ihrer Lizenz auf GFI Unlimited umgestellt.

Der Softwarekatalog wächst

Witting vergleicht GFI Unlimited mit den Abos von Streaming-Diensten. "Wir sind quasi ein Netflix mit Software", sagt er im Gespräch mit CRN, schränkt aber ein, dass man wohl nicht wöchentlich mit neuen Produkten dienen könne. Wohl aber soll das Portfolio stetig erweitert werden, sodass Kunden des Abos immer wieder Zugriff auf neue Anwendungen erhalten. Derzeit umfasst das Abo die zwölf Produkte "GFI OneGuard", "GFI OneConnect", "GFI LanGuard", "GFI WebMonitor", "GFI Archiver", "GFI MailEssentials", "GFI FaxMaker", "GFI EndPointSecurity", "GFI EventsManager" sowie die im vergangenen Jahr zugekauften "Kerio Connect", "Kerio Control" und "Kerio Operator". In den nächsten Wochen soll noch der "Exinda Network Orchestrator" hinzukommen, mit dem sich WAN-Bandbreitenoptimierungen vornehmen lassen.

Wie Kerio wurde auch Exinda voriges Jahr von GFI übernommen. "Wir beginnen gerade, die Produkte auch hierzulande zu verkaufen", berichtet Witting. Der Hersteller setzt aktuell Schulungen für seine Partner auf, zudem gibt es beim Distributor Brainworks einen dedizierten Mitarbeiter, der unterstützt. Weitere Akquisitionen und damit auch weitere Produkte für GFI Unlimited sollen folgen. "Wir investieren Millionen in die Entwicklung eines Katalogs von Softwareprodukten und sorgen dafür, dass sie zu einem Pauschalpreis zur Verfügung stehen", sagt GFI-CEO Scott Brighton. Und auch Witting betont, die Kriegskasse sei gut gefüllt und man schaue sich regelmäßig Übernahmekandidaten an. Daneben seien aber auch Eigenentwicklungen möglich.

Witting sieht das Abomodell nur als ersten Schritt ins MSP-Geschäft. Als nächstes gehe es nun darum, die Produkte monatlich abonnierbar zu machen und mit einem zentralen, mandantenfähigen Management auszustatten. "MSP-Fähigkeit steht weltweit ganz oben auf der Wunschliste unserer Partner", sagt er.