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Cloud Applications

Fujitsu eröffnet Digital Transformation Center

Die Digitale Transformation ist für IT-Hersteller eine Riesenchance, für ihre Partner und Kunden aber auch eine enorme Herausforderung. Im neuen »Digital Transformation Center« will Fujitsu zusammen mit Kunden und Partnern Lösungen für die Digitalisierung ihres Geschäft entwickeln.

03.05.2018 Quelle: CRN Dr. Michaela Wurm
Quelle: Fujitsu
Quelle: Fujitsu

Das Überthema Digitale Transformation beherrscht derzeit die Diskussion in allen Branchen. Alle großen IT-Hersteller räumen dem Thema oberste Priorität ein und verstärken ihre Bemühungen, ihre Kunden dafür zu sensibilisieren und ihre Partner mit ins Boot zu holen. Fujitsu hat dafür nicht nur ein eigenes "Co-creating-Programm" aufgesetzt, das international ausgerollt wird. Der Hersteller etabliert auch ein weltweites Netzwerk sogenannter Digital Transformation Center (DTC), um dort mit Kunden und Partnern in Co-creation-Workshops Ideen zu entwickeln, wie sie die Digitalisierung für ihr Geschäft nutzen können.

"Der digitale Wandel ist ein weltweites Phänomen und macht auch vor Deutschland nicht Halt. Im Gegenteil: Viele Unternehmen in Deutschland – nicht nur große Konzerne, sondern auch mittelständische Unternehmen, insbesondere die agilen und export-orientierten globalen Champions – sind Pioniere im Bereich der digitalen Transformation", erklärte Rolf Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung Deutschland und Head of Central Europe, Fujitsu, bei der Eröffnung des ersten Digital Transformation Centers außerhalb Japans. Nach Tokio und Osaka hat der japanische Konzern den deutschen Fujitsu-Standort in München dafür ausgesucht. Weitere Zentren sollen demnächst in New York und London entstehen.

"Deutschland ist die stärkste Wirtschaftskraft in Europa und ein blühendes Zentrum der digitalen Wirtschaft. Gerade München kommt hier eine besondere Rolle zu", betonte Werner bei der Eröffnung, zu der auch Yoshiteru Yamada, Fujitsu Vice President und Head of Global Marketing, und EMEIA-Chef Duncan Tait angereist waren. Die bayerische Regierung war durch Wirtschaftsminister Franz-Josef Pschierer vertreten, der die Attraktivität des Standorts München und die Nähe zu großen Dax-Konzernen wie BMW, Siemens und Allianz, aber auch zu den vielen tausend Mittelständlern in Süddeutschland hervorhob. "Die Digitalisierung betrifft Unternehmen jeder Größenordnung und nicht nur die Industrieländer. Er ist eine globale Herausforderung", so Pschierer.

Mit dem Co-creating-Programm und speziellen Workshops in den Digital Transformation Centers will der Hersteller seine Kunden, aber auch deren Kunden und Partner, bei der Digitalisierung ihrer Businessmodelle unterstützen.

In den Workshops arbeiten bis zu 16 Teilnehmer. Dazu zählen Entscheider aus IT und Management ebenso wie zentrale Akteure auf der Seite des Kunden, die unterschiedliche Perspektiven beisteuern. Die Teilnehmer evaluieren zunächst, welche disruptiven Kräfte ihr Geschäft beeinflussen und welche Möglichkeiten sich für sie und ihre Branche aus einem digitalen Ansatz ergeben können. Im zweiten Schritt erarbeiten die Teilnehmer, wie sie ihr bestehendes Geschäftsmodell verändern müssen und wie sie ein digitales Fundament nutzen, um ihre Lösungen und Services entlang der individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden zu positionieren.

Der dritte Schritt besteht darin, eine digitale Geschäftsstruktur zu implementieren, die diese Vision mithilfe von innovativen Technologien umsetzt. Dabei kommt die "Fujitsu Human Centric Experience Design" (HXD)-Methode zum Einsatz, die in Japan bereits erfolgreich genutzt wird. Wichtigstes Hilfsmittel sind über 800 sogenannter "Digital Inspiration Cards" mit den gesammelten Ideen aus früheren Co-creating-Prozessen. Die Geschäftsexpertise und Ideen der Kunden gepaart mit dem langjährigen Technologie-Knowhow und der Erfahrung von Fujitsu soll so die schnelle Entwicklung neuer Konzepte sowie Lösungen zu deren Umsetzung fördern.

Zwei Arten von Workshops werden angeboten: Im Rahmen eines halbtägigen "Define"- Workshops werden Lösungen für eine bereits bekannte unternehmerische Herausforderung definiert und konzipiert. Als Ergebnis soll ein Plan für die schnelle Entwicklung der Lösung direkt nach dem Workshop herauskommen. Im Rahmen eines ganztägigen "Explore"-Workshops werden weniger klare unternehmerische Herausforderungen erforscht und potenzielle Lösungen mit Zukunftstechnologien entwickelt. Das Ergebnis ist hier ein Plan, um die geschäftlichen Herausforderung zu meistern sowie eine klare Idee für die Entwicklung und den Test einer potentiellen Lösung.

Fujitsus Channelchef Louis Dreher hebt die Bedeutung des Co-creation-Programms auch für die Fujitsu-Partner hervor. Es stehe Partnern jeder Größe und Ausrichtung offen. Auch das Digital Transformation Center werde als Plattform für Kunden und Partner fungieren, um Projekte zu besprechen und gemeinsam zu entwickeln, so Dreher. Zum Konzept gehöre auch, weitere Partner ins Boot zu holen, wenn ein Partner allein nicht alle Aspekte eines komplexen Projekts abdecken könne.