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OpenStack & Open Source

Forscher plädieren für Open Source-Hardware

IT-Experten mehrerer renommierter Forschungseinrichtungen setzen sich für die Öffnung der gesamten Wertschöpfungskette mittels Open Source-Software und -Hardware ein. Sie erwarten sich davon mehr Sicherheit und digitale Souveränität.

06.04.2018 David Schahinian
Quelle: ITAS
Quelle: ITAS

Mit dem technischen Fortschritt und der Globalisierung steigen die Sicherheitsrisiken in den Produktionsketten. Eine Forschergruppe, zu der Experten der TU Berlin und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gehören, schlägt daher in einem Arbeitspapier vor, sämtliche Produktionsschritte in der Lieferkette von IT-Produkten transparent zu machen, und zwar sowohl die Software als auch die Hardware. Dies könnte helfen, Cyberangriffe und Sicherheitslücken zu verhindern.

"Viele Software- und Hardwareprodukte haben den Charakter einer Blackbox", sagt Jean-Pierre Seifert von der TU Berlin. Statt zu oft schwierig umsetzbaren Zertifizierungen raten die Experten, nach dem Beispiel der Open Source-Software auch Open Source-Hardware zu bauen: Alle verwendeten Werkzeuge zur Platzierung von Schaltkreisen auf Chips müssten dann ebenfalls einen öffentlichen Quellcode haben. Communities könnten die Komponenten testen und überprüfen; sie sollten gefördert werden, um dies leisten zu können. Industrie und Endkunden könnten davon profitieren, glauben die Forscher.

Die Idee von Open Source-Hardware ist nicht neu. So gibt es bereits eine deutsch-französische Plattform zur community-basierten Produktentwicklung. Die registrierten Projekte werden dabei auch nach dem Grad ihrer Offenheit bewertet. Ziel von "Open!" ist es unter anderem, zur Entwicklung von Open Source-Hardware beizutragen und Prozessunterstützung zu liefern.