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Mobile Solutions

Fitness-Tools halten nicht Schritt

Der App-Markt in Deutschland ist 2017 um 4 % gewachsen. Trendige Wearables aus dem Fitnessbereich könnten den Boom weiter befeuern – doch viele haben mit Datenschutzproblemen zu kämpfen.

21.02.2018 David Schahinian
Quelle: bitkom
Quelle: bitkom

In Deutschland wurde 2017 bei mobilen Anwendungen für Smartphones und Tablets erstmals die Umsatzmarke von 1,5 Milliarden Euro geknackt. Das meldet der Digitalverband Bitkom unter Verweis auf Berechnungen des Marktforschungsinstituts research2guidance. Die beiden größten App-Stores verzeichneten zusammen 1,8 Milliarden Downloads. 65 % davon gingen auf das Konto von Googles Play Store, der Rest bediente sich im App-Store von Apple. 91 Millionen Euro wurden über den Kaufpreis eingenommen, 1,2 Milliarden Euro über kostenpflichtige Angebote innerhalb der Apps, 232 Millionen Euro über Werbung.

"Mit Wearables wie etwa der Smartwatch und Fitnessarmbändern erweitert sich das Ökosystem rund um Apps nochmals deutlich", kommentiert Bitkom-Präsident Achim Berg die Ergebnisse. Fitness-Tools sind momentan sehr beliebt – ob sie den Markt dauerhaft beleben können, bleibt abzuwarten. Denn immer wieder werden grobe Verstöße gegen den Datenschutz kritisiert: So mahnten die Verbraucherzentralen im vergangenen Jahr neun Anbieter ab, weil ihre Apps Nutzerdaten zum Hersteller übertrugen.

Ende Januar 2018 wurde zudem ein gefährliches Datenleck bekannt, wie heise.de berichtet. Millionen Läufer nutzen die Fitness-App Strava , um ihre Aktivitäten zu tracken und ins Internet zu stellen. Das Unternehmen veröffentlicht eine sogenannte Heatmap mit den Daten – und legt damit unbeabsichtigt geheime Militärbasen in Krisenregionen offen, denn auch Soldaten nutzen die App für ihre regelmäßigen Joggingrunden.