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Data Center, Server & Storage Solutions

Feueralarm setzt Server schachmatt

Festplatten reagieren sensibel auf Einwirkungen von außen. Auch Lärm kann sie zerstören, wie ein Vorfall im schwedischen Rechenzentrum Digiplex zeigt: Ein lauter Feueralarm ließ Server ausfallen und beeinträchtigte Banken sowie den Börsendienst Nasdaq.

09.05.2018 David Schahinian

Wie bleepingcomputer.com zuerst berichtete, aktivierte sich bei Digiplex in den frühen Morgenstunden des 19. Aprils 2018 eine gasbasierte Brandmeldeanlage, wie sie häufig in Rechenzentren eingesetzt wird. Bei der Freisetzung des Gases kann ein lauter Pfeifton entstehen. Dieser führte dazu, dass sich rund ein Drittel der Server abschaltete. Betroffen waren dem Bericht zufolge finnische Banken und Nasdaq Nordic, das in dem Rechenzentrum eigene Geräte betreibt. Das Unternehmen konnte am Morgen in Teilen Nordeuropas nicht mit dem Handel beginnen. Es musste zudem neue Server importieren, denn in Schweden waren nicht genügend vorhanden.

2016 gab es bereits einen ähnlichen Vorfall: Damals berichtete heise.de von einem Serverausfall in einem Rechenzentrum der rumänischen Niederlassung der ING-Bank. Dort führte wohl der laute Knall der Gaspatronen bei einem Test der Feuerlöschanlage zu dem Schaden, der erst zehn Stunden später behoben war. "Festplatten reagieren schlecht auf Vibrationen", berichtet Oliver Nickel bei golem.de . Vermutlich habe der Feueralarm in Schweden die Magnetscheiben so stark vibrieren lassen, dass sie zerstört wurden. Ein Schaden könne bei der Technik auf kleinstem Raum durch jede Bewegung entstehen – auch, wenn sie von Schallwellen erzeugt wird. Winfuture.de warnte Ende des letzten Jahres aufgrund einer US-Studie, dass sich auch Angreifer diese Tatsache zunutze machen könnten.