Cookies

Die Deutsche Messe verwendet Cookies, um die Website bestmöglich an die Bedürfnisse unserer Besucher anpassen zu können. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Infos zum Datenschutz

OK
Research & Innovation

Falkenauge, sei wachsam!

Mit Hyperspektralkameras lassen sich Lebensmittel auf Frische scannen, vertuschte Reparaturen von Karosserieteilen aufdecken oder Medikamente und Luxusgüter auf Echtheit testen. Mit HawkSpex Mobile bringt das Fraunhofer IFF diese Fähigkeiten jetzt erstmals auf handelsübliche Smartphones.

26.05.2018
Fraunhofer_IFF_HawkSpex
Fraunhofer IFF HawkSpex

Moderne Smartphones sind allgegenwärtig und längst werden sie weit über reine Kommunikationsanwendungen hinaus eingesetzt. Eine entscheidende Rolle spielen in diesem Zusammenhang im Gerät verbaute Sensoren wie Gyroskop, Kamera oder auch das GPS. Verknüpft mit entsprechend entwickelten Apps ergeben sich daraus für den Nutzer ganz neue praktische Funktionalitäten. Eine ganze Gruppe dieser zusätzlichen Eigenschaften geht dabei in Richtung preiswerter, leicht bedienbarer und ständig verfügbarer Mess- und Überwachungsgeräte. Am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg wurde mit HawkSpex Mobile jetzt eine innovative Methode inklusive dazugehöriger App entwickelt, die es ermöglicht, handelsübliche Smartphones als angepasste Inhaltsstoffkamera zu verwenden.

Das jetzt erstmals auf der CEBIT 2018 in Hannover gezeigte Verfahren erfordert Eigenschaften, die Smartphones von Haus aus eigentlich gar nicht mitbringen. So erfolgt die zur Umsetzung hyperspektraler Kameraeigenschaften grundsätzlich erforderliche Aufteilung des Lichtes in schmalbandige spektrale Kanäle in diesem Fall durch eine Kombination von steuerbarer Beleuchtung und handelsüblicher Farbkamera. Hierzu wird das Display des Smartphones schnell hintereinander auf seiner gesamten Fläche auf eine Sequenz verschiedener Farben geschaltet und synchron dazu werden Bildaufnahmen mit der Frontkamera durchgeführt. Diese misst das vom definiert beleuchteten Messobjekt reflektierte Licht. Über die Sequenz der Beleuchtungsfarben, die entsprechend dem konkreten Anwendungsszenario in Farbe und Anzahl parametrisiert werden können, entsteht in wenigen hundert Millisekunden das Hyperspektralbild. Eine App ermöglicht die Nutzerinteraktion, steuert die synchrone Beleuchtung/Bildaufnahme und stellt die Verbindung zu einer spektralen Anwendungsdatenbank her, die sukzessive gemeinsam mit dem Kunden auf ganz unterschiedliche Anwendungen erweitert werden kann.

Video

Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF (D-39106 Magdeburg), Halle 27, Stand E78

Weitere Beiträge zum Thema