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Job & Career

Facebook wird Altersdiskriminierung vorgeworfen

Facebook sieht sich in den USA Vorwürfen ausgesetzt, Altersdiskriminierung bei Jobangeboten Vorschub zu leisten. Grund sind Stellenanzeigen, die sich über das soziale Netzwerk gezielt nur an junge Menschen wenden.

05.02.2018 David Schahinian
Quelle: Pro Publica
Quelle: Pro Publica

Die "New York Times" und das Non-Profit-Newsdesk Pro Publica fanden heraus, dass einige Unternehmen die zielgruppengenaue Ausspielung von Facebook-Anzeigen genutzt haben, um ältere Bewerber auszuschließen. Als Beispiel wird der Mobilfunkbetreiber Verizon genannt: Bei der Suche nach einem/einer Finanzanalyst/in sollte die Anzeige nur in Feeds von Nutzern zwischen 25 und 36 Jahren laufen. Auch andere Unternehmen, darunter Amazon und Goldman Sachs, sollen solche Anzeigen geschaltet haben. Zwar gehöre diese Möglichkeit zu den Eckpfeilern des Geschäftsmodells von Facebook, schreiben die Autoren. „Aber die Nutzung des Systems, um Beschäftigungsmöglichkeiten nur bestimmten Altersgruppen zugänglich zu machen, hat Bedenken hinsichtlich der Fairness gegenüber älteren Arbeitnehmern hervorgerufen“, heißt es in dem Bericht. Facebook sieht darin kein Problem: Altersbasiertes Targeting bei der Rekrutierung sei, verantwortungsbewusst eingesetzt, anerkannte Branchenpraxis.

In Deutschland soll das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Benachteiligungen aufgrund von Rasse, Geschlecht, Religion, Behinderung und eben auch des Alters verhindern. Da viele Recruiting-Prozesse mittlerweile digital unterstützt laufen, könnten Fälle wie der zitierte auch hierzulande früher oder später vor Gericht landen.