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Security

Eset warnt vor Smart Home-Sicherheit

Wie steht es im Smart Home um die Sicherheit und die Privatsphäre? Das wollte der europäische Security-Spezialist Eset wissen und hat einige typische Geräte für das vernetzte Heim überprüft.

09.03.2018 Quelle: CRN Folker Lück
Quelle: AVM
Quelle: AVM

Das zentrale Ergebnis des Eset-Tests vorab: Die getesteten Geräte wiesen zum Teil deutliche Sicherheitsmängel auf und einige von ihnen sammeln sogar unerlaubt Daten.

Insgesamt prüften die Experten elf Produkte von sieben Anbietern, unter anderem von Amazon, D-Link, Sonos und Nokia Health. Geprüft wurde auch ein Gerät, das aufgrund signifikanter Schwachstellen nicht in den Abschlussbericht aufgenommen wurde. Stattdessen haben die Forscher das betroffene Unternehmen kontaktiert und über die Sicherheitsmängel informiert. Details dazu sollen erst veröffentlicht werden, wenn der Anbieter Zeit hatte, die Probleme zu beheben.

Doch auch die anderen Probanden im Test konnten nicht voll überzeugen. Bei jedem von ihnen gab es Probleme mit dem Datenschutz. Die meisten Geräte und Dienste erfassen grundlegende persönliche Daten. Hier sehen die Sicherheitsspezialisten Anzeichen dafür, dass teilweise mehr Informationen gesammelt werden, als in den Datenschutzbestimmungen angegeben ist.

Am problematischsten stuft das Team um den Fachmann Tony Anscombe den Amazon-Sprachassistenten "Echo" (2. Generation) ein. Bei diesem Gerät ist laut Eset zu befürchten, dass die erhobenen Informationen weiterverbreitet und kommerziell genutzt werden. Zudem ist der Schutz der gespeicherten personenbezogenen Daten unzureichend. Dies vereinfacht es Cyberkriminellen oder Datendieben, den digitalen Datenverkehr abzufangen und die Informationen für ihre Zwecke zu missbrauchen.

Das Fazit des IT-Sicherheitsanbieters fällt trotz einiger Schwachstellen relativ milde aus: Kein Gerät und keine Software ist garantiert sicher oder immun gegen potenzielle Schwachstellen. Es bestehen jedoch deutliche Unterschiede darin, wie Unternehmen auf diese Problematik reagieren, wenn sie entdeckt werden. So hatten einige der getesteten Geräte Sicherheitslücken, die mit neuer Software und Firmware schnell behoben wurden. Wenn diese nicht sofort beseitigt werden oder der Hersteller gar nicht reagiert, dann sollten Verbraucher lieber ein anderes, gleichwertiges Gerät wählen, raten die Experten. Sie sind sich aber sicher: Mit Augenmaß und Vorsicht lässt sich ein Smart Home auch heute schon sicher betreiben.