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Recht & Datenschutz

Drohnenpiloten drücken sich vor dem Führerschein

Seit Oktober 2017 benötigen Piloten von Drohnen mit mehr als zwei Kilogramm Startgewicht eine amtliche Fluglizenz. Doch erst rund 3.000 Drohnenbesitzer haben den Führerschein bislang gemacht.

05.02.2018 Dirk Bongardt
Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Besonders ernst scheinen viele Besitzer die seit dem Herbst geltende Führerscheinpflicht für schwerere Drohnen nicht zu nehmen: Wie eine Umfrage der Zeitschrift "Capital" bei den 30 vom Luftfahrtbundesamt (LBA) zertifizierten Prüfstellen ergab, haben dort erst rund 3.000 Drohnenpiloten eine Prüfung abgelegt. Offizielle Zahlen zu den in Deutschland verkauften führerscheinpflichtigen Drohnen fehlen allerdings: Auf eine Registrierungspflicht hat der Gesetzgeber bislang verzichtet. Experten schätzen aber, dass in Deutschland bis zum Jahresende rund 40.000 Drohnen unter die Führerscheinpflicht fallen werden, insgesamt sollen bis dahin hierzulande rund 1,2 Millionen Drohnen unterwegs sein.

Nicht zuletzt wegen international strengerer Vorschriften hat sich Actioncam-Hersteller GoPro nach nur einem Jahr wieder vom Drohnengeschäft verabschiedet . Die neue Drohnenverordnung hat in Deutschland allerdings auch einige Hürden für den gewerblichen Einsatz von unbemannten Fluggeräten beseitigt. So ist für Geräte von weniger als 5 kg Startgewicht generell keine Aufstiegserlaubnis mehr erforderlich. Auch ein Betrieb außerhalb der Sichtweite, der vorher generell ausgeschlossen war, ist jetzt mit Genehmigung der zuständigen Landesluftfahrtbehörde möglich.