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Unmanned Systems & Drones

Drohnen sollen nicht mehr unkontrolliert abstürzen

Amazon hat in den USA ein Patent angemeldet, in dem das gezielte Abwerfen oder Sprengen defekter Drohnenkomponenten beschrieben wird. Wo und wie das geschieht, bestimmt ein vorausschauendes Kontrollmodul.

19.12.2017
Amazon Drohne

Das Patent mit der Nummer 9828097 beschreibt zum einen modular aufgebaute Drohnen mit austauschbaren Motoren, Akkus und Sensoren. Der interessantere Teil besteht jedoch darin, dass sich die einzelnen Komponenten mit Federn oder Sprengladungen während des Flugs abtrennen lassen.

Zuständig dafür ist ein Fragmentation Controller, der laufend die Flugparameter überprüft und gleichzeitig das überflogene Gelände im Auge behält. Deuten die Parameter auf einen Defekt bei einem oder mehreren Teilen hin, wirft der Controller sie gezielt ab. So lässt sich ein unkontrollierter Absturz vermeiden. Dabei berücksichtigt die Steuerung auch das Terrain, das die Drohne auf dem weiteren Flug erreichen wird.

Auf diese Weise sollen Abwürfe über Wohngebieten vermieden werden. Bei der im Patent beschriebenen "Fragmentation" werden aber auch Parameter wie die Funktion der Komponenten und ihr Preis berücksichtigt. Gleichzeitig übermittelt der Controller die Daten der Aktion an die Flugsteuerung und weist sie auf eventuell notwendige Änderungen an der Flugroute hin.

Mit der gezielten Selbstverstümmelung will Amazon offenbar die Akzeptanz in der Bevölkerung für Drohnenflüge erhöhen und gleichzeitig die Gefahr von Schäden an Fracht und Umwelt verringern.