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IT-Consulting & Services

Digitale Werber sehen sich durch ePrivacy-Verordnung bedroht

Die von Brüssel geplante Verordnung zum Schutz der privaten Kommunikation könnte im digitalen Werbemarkt zu millionenschweren Einnahmeverlusten führen und viele Stellen kosten. Davon geht der deutsche Online-Vermarkterkreis (OVK) aus.

17.05.2018 Isabelle Reiff
Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft
Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft

Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) warnt vor dem Gesetz, das die EU verabschieden will. Die ergänzend zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geplante ePrivacy-Verordnung soll nach Wunsch der EU-Parlamentarier explizit die private Kommunikation schützen. Der Einsatz von Cookies wäre dann gar nicht mehr erlaubt, Reichweitenmessung nur noch eingeschränkt möglich, Datenerhebung durch Drittfirmen weitgehend ausgeschlossen.

Der OVK befragte dazu seine Mitgliedsunternehmen und Experten aus den Bereichen Ad-Tech, Programmatic, Data und E-Mail-Marketing. Sie erwarten unisono einen Umsatzeinbruch des digitalen Werbemarktes von bis zu einer halben Milliarde Euro. Der Analyse zufolge gehen die Werber außerdem von einem signifikanten Abbau von Arbeitsplätzen aus. „Die Einführung einer E-Privacy-Verordnung in der derzeit diskutierten Version kann in Deutschland signifikanten wirtschaftlichen Schaden in der digitalen Vermarktung und damit auch bei den vermarkteten Digitalangeboten bewirken“, glaubt Christian Herp, stellvertretender Vorsitzender des OVK. Thomas Port, Geschäftsführer Digital SevenOne Media, befürchtet gar ein Ende der Digitalwirtschaft und rief schon letztes Jahr zum Protest auf.