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Startups

Die Zahl der Gründungen sinkt, doch ihre Qualität steigt

Der Arbeitsmarkt brummt, und das wirkt sich negativ auf die Risikobereitschaft aus: Die Zahl der Gründungen ging 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 17 % zurück. Dafür nahm die strukturelle Qualität der Startups zu.

12.06.2018 David Schahinian
Quelle: KfW
Quelle: KfW

Das berichtet der KfW-Gründungsmonitor . Insgesamt wagten im vergangenen Jahr 557.000 Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Auch wenn dies sehr viel weniger waren als 2016, sei die Entwicklung bei den volkswirtschaftlich besonders bedeutsamen Gründungen gegenläufig, heißt es bei der KfW. Der Anteil der sogenannten Chancengründer, die ihre Geschäftsidee verwirklichen wollen, stieg um 8 %, bei den innovativen Gründern waren es sogar 31 %. Gerade diese Neugründungen seien ein wesentlicher Jobmotor der Zukunft, so Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe.

Ein genauerer Blick in die Statistik zeigt: Berlin liegt in der Rangliste der Gründungstätigkeit vor Hamburg. Der Frauenanteil indes ist um 3 Punkte auf 37 % gefallen. 14 % der Gründer hatten Probleme mit der Finanzierung – meist, weil sie gern mehr Eigenkapital in ihr Unternehmen gesteckt hätten. Der Ausblick der KfW fällt durchwachsen aus: Es fehlten derzeit Impulse, um die Gründungstätigkeit anzukurbeln.

Die könnten vielleicht aus ungeahnter Richtung kommen: Am selben Tag wie die KfW veröffentlichte das RKW-Kompetenzzentrum der Deutschen Wirtschaft seine Studie Mittelstand meets Startups 2018 . Danach können sich mehr als 70 % der Mittelständler eine Kooperation mit Startups vorstellen, doch nur 38 % setzen sie derzeit auch um – ein Potenzial, das sich zum beiderseitigen Nutzen ausschöpfen ließe.

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