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Social Media

Die Reiniger der sozialen Netzwerke leben in Manila

Wer siebt im Netz die schlimmen Inhalte aus? Zwei deutsche Regisseure haben die sogenannten Commercial Content-Moderatoren auf den Philippinen aufgespürt und einen Film über sie gedreht.

28.03.2018 Isabelle Reiff
Quelle: Gebrüder Beetz Filmproduktion
Quelle: Gebrüder Beetz Filmproduktion

Zehntausende Fotos, Videos und Meldungen werden täglich aus sozialen Netzwerken entfernt, weil sie verstörende Inhalte haben: Gewaltverherrlichung, Kinderpornographie oder Hassbotschaften. Das Gros dieser Commercial Content-Moderatoren arbeitet nicht direkt für Facebook, Google oder Twitter, sondern für einen Hungerlohn im Auftrag von Outsourcing-Unternehmen. Ihre Zahl wird auf weltweit 100.000 geschätzt , die meisten leben auf den Philippinen. Ein deutscher Dokumentarfilm beleuchtet, wie traumatisierend diese im Akkordtempo zu verrichtende Zensurarbeit ist: "The Cleaners" kommt im Mai ins Kino.

Facebook gab erst zu, Content-Moderation durchführen zu lassen, als die britische Tageszeitung "The Guardian" den Löschkriterienkatalog des Unternehmens ins Netz stellte. Google hat immerhin kürzlich wieder veröffentlicht, wie viele unerlaubte oder irreführende Werbeanzeigen der Konzern 2017 blockiert hat: insgesamt 3,2 Milliarden Inserate. Pro Sekunde, so Google, würden über 100 Ads abgeschaltet. Auch Anzeigen, die für Kryptowährungen werben, werden nach den neuen Richtlinien sofort gelöscht.