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Industrie 4.0

Die indische IT-Industrie baut massiv Stellen ab

Neue Zahlen weisen darauf hin, dass vor allem Arbeitsplätze von gering qualifizierten Mitarbeitern gestrichen werden. Doch auch für Uni-Absolventen ist die Jobsuche nicht mehr so leicht wie bisher – nicht nur in Indien.

19.01.2018 Roland Freist
Quelle: HT Media Ltd
Quelle: HT Media Ltd

Einem Bericht der indischen News-Seite "livemint" zufolge haben die sieben größten IT-Firmen des Landes im vergangenen Jahr mindestens 56.000 Mitarbeiter entlassen. Bei Tata Consulting Services (TCS) und Infosys, zwei der größten IT-Konzerne Indiens, ging laut einem weiteren Artikel sogar die Gesamtzahl der Mitarbeiter zurück. Arbeitsmarkt-Experten weisen darauf hin, dass bei den IT-Unternehmen zudem die Bereitschaft zur Einstellung neuer Arbeitskräfte gesunken ist.

Die Gründe sind dem indischen Online-Magazins "Quartz" zufolge vor allem in der Automatisierung zu suchen. Viele Arbeiten, etwa bei der Dateneingabe, wurden in den vergangenen Monaten automatisiert, Stellen für gering qualifizierte Arbeitskräfte fielen dadurch weg.

Nach einer Studie von HfS Research wird bis 2020 weltweit rund ein Drittel der gering qualifizierten Beschäftigten in der IT-Industrie seinen Job verlieren. Gleichzeitig erhielten zuletzt aber auch viele ältere Arbeitnehmer eine Kündigung, da ihre speziellen Fähigkeiten nicht mehr benötigt wurden.

Bei den Einstellungen lässt sich ebenfalls ein neuer Trend beobachten. Während viele Firmen in den vergangenen Jahren Universitätsabsolventen in Erwartung neuer Projekte quasi auf Vorrat anheuerten, ging die Zahl der direkt von der Universität angeworbenen Mitarbeiter mittlerweile um 50 bis 70 % zurück. Die Unternehmen zielen zunehmend darauf ab, Fachkräfte nach einem Just-in-Time-Modell für einzelne Projekte zu rekrutieren.