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Digital Health

Die Haut kommt aus dem 3D-Drucker

Einem Startup aus Frankreich ist es jetzt gelungen, menschliche Haut komplett mit dem 3D-Drucker zu produzieren. Erste Abnehmer sind Kosmetiklabore, die ihre Produkte derzeit noch an Tieren testen.

29.03.2018 Isabelle Reiff
Quelle: UC3M / Youtube
Quelle: UC3M / Youtube

"Poieskin" nennen Fabien Guillemot und Bruno Brisson vom Biotechniklabor Poietis ihr Modell menschlicher Haut, das sie per 3D-Bioprinting herstellen. Seit 2014 hatte das französische Startup aus der Nähe von Bordeaux experimentiert, um eine Struktur mit dermalen und epidermalen Anteilen zu schaffen. Vorgestellt wurde das Modell in Washington, USA, auf einer Konferenz zur additiven Fertigung im Gesundheitswesen. Zu den ersten Partnern zählen die Kosmetikunternehmen L'Oréal und BASF Beauty Care Solutions.

Auch an der Queen Mary University in London wurde eine 3D-Druckmethode entwickelt, bei der Moleküle aus natürlichem Gewebe mit 3D-Druck kombiniert werden, um Organe nachbauen zu können. Forscher der Universidad Carlos III de Madrid haben außerdem einen 3D Bioprinter gebaut, der Haut aus menschlichem Plasma anfertigt. Die Biotinte besteht aus Blutplasma, Fibroblasten und Keratinozyten, also hornbildenden Zellen. Diese Bestandteile werden den Patienten entnommen, bei denen es sich oft um Verbrennungsopfer handelt. Mit der im Labor hergestellten Haut konnten bereits viele Leben gerettet werden.