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Startups

Die Gründer halten sich zurück

Liegt es am boomenden Arbeitsmarkt oder an schlechten Startbedingungen in Deutschland? Die Zahl der Gründer jedenfalls ist 2017 unerwartet stark auf einen neuen Tiefststand gesunken.

05.03.2018 David Schahinian
Quelle: KfW Research
Quelle. KfW Research

Wie aus eine Vorabauswertung des Gründungsmonitors der KfW-Bank hervorgeht, haben sich 2017 lediglich 557.000 Gründer selbstständig gemacht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Minus von 115.000 oder 14 %. Besonders stark war der Rückgang bei den Nebenerwerbsgründern, nämlich um 24 % (101.000) auf 323.000. Die Vollerwerbsgründungen dagegen nahmen nur um moderate 6 % ab.

Die Gründe für den Rückgang dürften aber nicht am Standort Deutschland liegen: Den beurteilte die KfW im Januar in einer anderen Untersuchung als „gut, mit Luft nach oben“. Mehr Einfluss dürfte die boomende Konjunktur haben: Manch potenzieller Gründer hat wohl ein attraktives Jobangebot den Risiken der Selbstständigkeit vorgezogen. Die KfW führt zudem die angespannte Personalsituation in vielen Unternehmen an, die den Spielraum für Nebenerwerbsgründungen immer stärker einschränke.

Die Bundesregierung will gegensteuern, und zwar mit dem ERP-Wirtschaftsplangesetz 2018 , das der Bundestag bereits beschlossen hat. Damit stehen in den nächsten Jahren unter anderem für die Aufstockung und Fortentwicklung von Wagniskapital zwei Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln bereit.