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Die Fritzbox wird zur Mesh-Zentrale

Während sich fast alle großen Netzwerkhersteller mit neuen WLAN-Komplettsystemen mit Mesh-Technologie im Markt positionieren, geht AVM einen anderen Weg: Mit einem Firmware-Update wird die Fritzbox zur Zentrale im Mesh-Netzwerk.

vor 7 Tagen Quelle: CRN Ulrike Garlet
Quelle: AVM
Quelle: AVM

AVMs Mesh-Strategie

Kabellose Netze haben in vielen Haushalten längst eine zentrale Funktion. Das WLAN zuverlässig in jede Ecke des eigenen Zuhauses zu bringen, funktioniert in der Praxis allerdings nicht immer. Gerade wenn mehrere Stockwerke kabellos mit dem Internet verbunden werden sollen, gehören Schwierigkeiten oft zum Alltag.

"Mesh" heißt seit einiger Zeit das Zauberwort, das flächendeckend performantes WLAN im ganzen Haus bereitstellen soll, indem die Geräte ein intelligentes System bilden und störungsfrei miteinander kommunizieren. Seine eigentliche Zielgruppe – die Konsumenten – hat der Hype um die Mesh-Technologie allerdings bis jetzt noch nicht so ganz erreicht. "Der Marketingbegriff Mesh ist in den Köpfen der Verbraucher noch nicht komplett angekommen", hat Michael Sadranowski, Vice President Channel Sales bei AVM, festgestellt. Die Idee, die hinter dem Konzept steckt, ist bei den potenziellen Kunden aber durchaus gefragt. "Der Wunsch nach stabilem schnellem Internet ist definitiv da."

Fast alle der großen Netzwerkhersteller haben in den vergangenen Monaten WLAN-Komplettsysteme mit Mesh-Technologie vorgestellt. In dem meisten Fällen bestehen die Lösungen aus einem Router als Basis und ein bis zwei Satelliten. AVM hat sich dagegen für einen etwas anderen Weg entschieden: Der Netzwerkspezialist aus Berlin verzichtet darauf, sich mit einem dedizierten Mesh-System im Markt zu positionieren.

Denn für viele Verbraucher ist ein leistungsfähiger WLAN-Router vollkommen ausreichend. Erst wenn sich der Router etwa im Keller befindet, eine Wohnung besonders verwinkelt ist oder das WLAN-Signal auch Betondecken überwinden soll, wird es oft schwierig, WLAN wirklich in jeden Winkel des Hauses zu bekommen. "Dann ist es gut, wenn man den Bedarf modular abdecken und aufstocken kann", sagt Sadranowski im CRN-Gespräch. Auch mit dem Vorurteil, dass der Einsatz von Repeatern zwar für eine größere Reichweite sorgt, dafür aber die Datenraten halbiert, möchte AVM aufräumen. "Wenn Router und Repeater dualbandfähig sind und die Repeater Crossband Repeating unterstützen, stimmt das mittlerweile nicht mehr", stellt Sadranowski klar.

Mesh-Update für FritzOS

Der Weg ins Mesh-Netzwerk führt für Fritzbox-Nutzer deswegen über AVMs Firmware-Update 6.90. Durch das Update kommen die Nutzer einer Vielzahl von AVM-Geräten ganz einfach zum Mesh-WLAN. Als "Mesh-Master" fungiert dabei die Fritzbox. Von dieser aus lässt sich das System bei Bedarf individuell um zusätzliche "Mesh-Points" in Form von Repeatern und Powerline-Adaptern erweitern. "Damit sind wir quasi über Nacht zum am weitesten verbreiteten WLAN-Mesh-Anbieter geworden", sagt Sadranowski. In der Firmware-Version 6.90 zeigt unter anderem eine Mesh-Verbindungsgrafik eine übersichtliche Zusammenfassung aller im Heimnetzwerk eingeloggten Geräte und deren Informationsaustausch untereinander an.

Als Zielgruppe für Mesh-Technologie sieht AVM nicht nur Privatanwender, sondern auch kleine Unternehmen. Dementsprechend möchte der Kommunikationsspezialist das Thema auch dazu nutzen, seine Produkte als Lösungen für gewerbliche Endkunden bekannter zu machen. Neben seiner traditionellen "Solutions Tour", die sich an klassische Händler richtet, hat AVM deswegen zum ersten Mal eine Systemhaus-Tour ins Leben gerufen, die vor wenigen Wochen zu Ende gegangen ist. Ziel der Veranstaltungsreihe war es, zu zeigen, welche Business-Szenarien mit der Fritzbox möglich sind. Die Roadshow richtete sich dabei in erster Linie an kleine Systemhäuser, die Kunden wie Friseure, Bäckereien oder Waschsalons vernetzen. "Wir sind ein Consumer-Hersteller, aber wir haben auch einen sehr deutlichen Fußabdruck im gewerblichen Umfeld", stellt Sadranowski klar.